Schützenheim ist umweltfreundliches Schmuckstück

Die Offiziellen präsentieren das Zertifikat vor dem Schützenheim: Belinda Schenkling, Eckhard Pager, Jens Voutta, Urs-Uwe Simanowsky, Jörg Hoppe, Alfred Baxmann und Joachim Brandt. (Foto: st)
 
Jörg Hoppe dankt Jens Voutta für die tolle Arbeit und den großen Einsatz bei der energetischen Sanierung des Schützenheims. Voutta bekam auf der Novemberversammlung dafür die sehr seltene „Goldene Ehrennadel“ der Gesellschaft überreicht. (Foto: st)

Schützengesellschaft spart Energie und senkt CO2-Emissionen

BURGDORF (st). Bei zwei Veranstaltungen der Burgdorfer Schützengesellschaft von 1593 wurden in der vergangenen Woche die Umbaumaßnahmen am Schützenheim und das vergangene Halbjahr durchleuchtet. Gemeint sind die Abschlussversammlung zu den energetischen Maßnahmen mit e.coSport und die turnusmäßige Novemberversammlung der Schützen. Das Schützenheim war an beiden Terminen nicht nur Tagungsort, sondern auch das Thema Nummer eins.
Bei der Abschlussveranstaltung zu den energetischen Maßnahmen waren neben Mitgliedern des Vorstandes der Gesellschaft auch Burgdorfs Bürgermeister Alfred Baxmann, der Vorsitzende des Regionssportbundes Hannover, Joachim Brandt, von der finanzierenden hannoverschen Volksbank, Eckhard Pager, vom Umweltzentrum Hannover, Belinda Schenkling, und einige Handwerker erschienen. Schützenchef Jörg Hoppe bedankte sich bei allen Helfern, die beim Umbau dabei waren. Ein besonderer Dank ging an das Schützenmitglied Jens Voutta, der in beeindruckender Weise die energetische Maßnahmen begleitet und viele Stunden im Schützenheim zugebracht hat, um Planungen zu unterstützen und Hilfe zu leisten.
Brandt ging nach seinen Worten ein Herz auf: „Schützen sind traditionell, aber im Denken jung geblieben und damit fortschrittlich.“ Damit lobte er den Mut, die Maßnahmen zum Energiesparen in Anspruch und durchgeführt zu haben. Der Regionssportbund bezuschusst die Umbauten mit voraussichtlich 24.000 Euro. Die endgültige Entscheidung hierzu wird allerdings erst im Frühjahr 2016 getroffen.
Bereits geflossen ist der Zuschuss von der Region Hannover. Mit knapp 40.000 Euro fällt der Betrag von der Region beträchtlich aus. Frau Schenkling vom e.coSport der Region, die Sportvereine mit fachlicher Beratung und Fördergelder bei energetischen Maßnahmen unterstützt, bedankte sich bei der Schützengesellschaft: „Vielen Dank für das Engagement im Sinne des Klimaschutzes.“ Mit der Sanierung werden auch CO²-Emissionen eingespart und Stadt und Region wollen ja beide das Klimaziel erreichen.
Als Anerkennung überreichte Schenkling eine Urkunde, die im jetzt schmucken Schützenheim einen guten Platz finden soll und die die Burgdorfer Schützengesellschaft als Energiesparer bezeichnet. „Die Burgdorfer Schützengesellschaft dämmte im Rahmen des Projekts e.coSport die Außenwände, tauschte alle Fenster gegen Neue mit Wärmeschutzverglasung aus und optimierte die Heizungsanlage. Durch diese Maßnahmen sinkt der Energieverbrauch um 15 Prozent und es werden CO²-Emissionen von ca. 2100 Kilogramm pro Jahr vermieden.“
„Es gibt Leute, die sind verantwortungsvoll und gehen sinnvoll mit dem Geld ihrer Mitglieder um“, meinte Alfred Baxmann zu den Schützen, die allerdings auch den Vorteil haben, dass im Vorstand einige Bank- und Sparkassenangestellte und sogar der Rechnungsprüfer der Stadt Burgdorf das Geld verwalten. Die 127.000 Euro, die als Kosten der Umbauten zu Buche stehen, sind auch aufgrund der augenblicklich niedrigen Zinsen zu finanzieren. „Zu einem Verein gehört Nachhaltigkeit“, sprach Baxmann die Zukunft der Schützen an, „also die Jugendarbeit und die materiellen Voraussetzungen dafür“, die durch die Modernisierungen verbessert wurden.
Insgesamt sind die Maßnahmen nach Plan und in allen Punkten positiv angenommen worden. In der Novemberversammlung wurde das von den Mitgliedern ebenfalls so gesehen, auch wenn der Verein dadurch finanzielle Klimmzüge machen muss. Die weiteren Themen in der Versammlung waren Rückblicke auf die vergangenen sechs Monate und besonders das Schützenfest, dass auch mit guten Besucherzahlen dafür sorgte, dass eine schwarze Null erwirtschaftet wurde. Finanzchef Cord-Christian Hansen war zufrieden und blickt zuversichtlich auf das nächste Fest der Schützen und auf die nächsten Monate. Auch die Aufwertung des Schützenfestfreitags durch das Engagement des „Helene Fischer Doubles“ wurde gut angenommen.
In seiner Ansprache dankte Hoppe auf der Versammlung auch dem Wirtsehepaar Kerstin (Elli) und Jörg Schneider, die einige Einschränkungen während der Umbauarbeiten hinnehmen mussten. Das Verhältnis zwischen Schützen und den Schneiders ist sehr unkompliziert. Der größte Dank galt aber der zuvor schon erwähnten Arbeit von Voutta, der für seinen „Nebenjob“ eine sehr seltene Auszeichnung der Schützengesellschaft erhielt. Ihm wurde die „Goldene Ehrennadel“ überreicht.
Bei der Wahl des 2. Schießsportleitersab es eine nicht alltägliche Wiederwahl. Als neuer Schießsportleiter hinter Silke Hartung wurde Michael Jahn gewählt. Jahn war bereits langjährig auf dieser Position, musste beruflich passen, erhielt danach die Ehrenmitgliedschaft und wurde jetzt wieder in den Vorstand berufen.
Bei den sportlichen Ehrungen konnten die Aue Rosen mit Hilke Hesse, Heike Völger, Irana Hoppe, Silke Hartung und Heike Strehmel die Korporationsscheibe in Empfang nehmen. Sie siegten vor der Schießsportabteilung und den Jungschützen. Beste Einzelschützin war Janine Tabbert von den Jungschützen. Das Vereinsabzeichen in Bronze erhielten Heike Völger und Christiane Meyer von den Aue Rosen.
Insgesamt konnte die Schützengesellschaft auf ein ereignisreiches Halbjahr zurückblicken, aber auch stolz sein auf die geschafften Maßnahmen, die in den nächsten Jahren die Vereinsarbeit erleichtern werden und die aus dem Schützenheim ein echtes Schmuckstück gemacht haben.