Schützenfest begann mit Hitze und Gewittern

Die Gewitter waren rechtzeitig vor dem großen Zapfenstreich über Burgdorf hinweg gezogen, so dass die Schützen trockenen Fußes die Nationalhymne anstimmen konnten. (Foto: Holger Staab)

Am Sonntag beginnt der große Schützenausmarsch am Rathaus

BURGDORF (hs). Am frühen Donnerstagabend begann das traditionsreiche Burgdorfer Schützenfest offiziell mit dem Bieranstich von Bürgermeister Alfred Baxmann und dem 1. Vorsitzenden der Burgdorfer Schützengesellschaft, Jörg Hoppe, im neuen Festzelt. Gestern wurden die beiden Hauptkönige der Stadt Burgdorf ausgeschossen, heute findet das Kreiskönigsschießen statt, die Burgdorfer Junggesellen ziehen verkleidet zum „Sammeln“ durch die Straßen der Innenstadt und morgen wird der große Festumzug durch die festlich geschmückten Straßen führen – das Schützenfest hat die Stadt Burgdorf fest im Griff.
Viel Grund zur Freude hatten die Aue Rosen schon am Donnerstagnachmittag beim ersten Treffen vor dem Fest, denn sie bekamen von Michael Fritsch und Klaus (Pepe) Jepp eine neue Königinnenkette für die Rosenkönigin überreicht. Den 35 Frauen stand die Freude im Gesicht geschrieben, denn die alte Kette konnte keine weiteren Eingravierungen aufnehmen und die Not war groß. Freudestrahlend nahm AueRosenchefin Anke Lübbe die Kette in Empfang, die nun von der jeweiligen Rosenkönigin in Ehren getragen wird.
Nachdem an vier verschiedenen Stellen in der Stadt die Platzkonzerte auf den nahende Beginn des Volksfestes aufmerksam gemacht hatten, aber durch ein heftiges Gewitter vehement gestört wurden, konnte am späten Donnerstagabend der emotionale „Zapfenstreich“ mit dem Spielmannszug Burgdorf und dem Feuerwehrmusikzug Burgdorf-Hänigsen ohne Regen abgehalten werden. Dabei kommt Kommandeur Rolf Hoppe immer eine besondere Bedeutung zu, denn er hält die Totenehrung ab und gibt die Befehle zu den einzelnen Programmpunkten, wie Gebet, Serenade und der Nationalhymne. Keine leichte Aufgabe an so einem emotionalen Tag und dem Beginn des größten Festes der Stadt. Wieder einmal löste er diese Aufgabe aber mit Bravour und so startete der Zapfenstreich nicht nur pünktlich, sondern der kurze Marsch mit den beiden genannten Musikzügen, dem Fanfarenzug Wikinger und dem Spielmannszug Schillerslage ins Festzelt zur anschließenden Schaffermahlzeit begann zum richtigen Zeitpunkt. Trotz der vorbeigezogenen Gewitter hatten sich in diesem Jahr nicht so viele Burgdorfer Bürger zum Zapfenstreich versammelt, freuten sich aber dennoch schon auf einen tollen Abend, denn auch in diesem Jahr gehörte der Donnerstagabend als Auftakt wieder zu den schönsten und lebhaftesten Abenden. Viele ehemalige Burgdorfer kommen aus nah und fern extra für diesen Abend wieder in ihre Heimatstadt, um eine fröhliche und beschwingte Nacht zu verleben. Diesmal gingen die letzten Partygäste erst im Morgengrauen nach Hause.
Die Schützen wurden allerdings bereits am Freitag um 6 Uhr in der Frühe mit den sechs traditionellen Böllerschüssen in den Burgdorfer Auewiesen geweckt, damit sie nicht verschlafen und sich für den Freitag mit dem Königsschießen bereit machen.
Die Proklamation der Auflage- und Freihandkönige fand erst gestern Abend (Stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest) im vom neuen Festwirt Danny Ahrend bewirteten Zelt statt. Der Festplatz mit attraktiven Fahrgeschäften ist noch bis Sonntagabend geöffnet und den Höhepunkt mit dem Festausmarsch und den anschließenden Konzerten der Musikgruppen erwarten die Schützen morgen gespannt. Auch das Wetter soll sich heute und morgen von einer kühleren und angenehm sommerlichen Seite zeigen. Gegen 22 bis 24 Grad und ein wenig Sonne ohne Regen hätten Schützen und Bürger der Stadt sicherlich nichts einzuwenden und könnten ein weiterhin tolles Schützenfest feiern.