Schüler lernen miteinander und voneinander

Kreative gemeinsame Arbeit macht Freude: Jyan Seerwan Baber, Kristina Gilgenberg und Anna Rebecca von Schultzendorff bei der Montage der Eisenbahn. (Foto: Daniela Rosendahl)

Inklusion an der BBS Burgdorf mit Leben gefüllt

BURGDORF (r/jk). Der Duft von leckeren Schokokeksen zog durch die BBS Burgdorf, als im Rahmen des Inklusions-Unterrichts Schülerinnen und Schüler des Berufsvorbereitungsjahres (BVJ-M) und der sozialtherapeutischen Einrichtung des Adolphshofes aus Hämelerwald (Klasse VWB1D) gemeinsam backten.
Anfängliches Beschnuppern und gegenseitige Ängste wurden innerhalb kürzester Zeit durch eine Vorstellungsrunde abgebaut. Danach wurde in gemischten Zweiergruppen in der Küche gearbeitet: Kristina Gilgenberg und Anna Rebecca von Schultzendorff wogen die notwendige Menge an Butter ab. Markus Weck und Nicolo Di Benedetto kümmerten sich um Mehl und Zucker. Mit viel Engagement und Eifer wurde gemixt, geknetet, geschmolzen, aufgeschlagen und ausgerollt. Gegenseitige Hilfe war da selbstverständlich. „Der Teig fühlt sich an wie Gummi, da stimmt was nicht“, bemerkte Kilian Eckert. Marc Polep hatte die rettende Idee und half mit ein bisschen Stärkemehl nach. Ein weiteres Highlight war die Fertigung einer Eisenbahn aus Dominosteinen, Pfefferminz und Keksen unter Anleitung von Lehrerin Henrike Hein.
Überall war Freude am gemeinsamen Lernen zu spüren, ebenso ein respektvoller Umgang miteinander. Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein wurden gestärkt und die soziale Interaktion stimuliert. „Alle Schüler profitieren hier von kooperativem Lernen. Hier in der Küche entwickelt sich eine Situation, in der sie Empathie entwickeln und erfahren. Und Empathie gilt schließlich als Voraussetzung des menschlichen Zusammenlebens. Die Schüler machen die Erfahrung, zusammen zu sein und einander zuzuhören“, lobt Lehrer Wolfgang Janus die Aktion.
Glückliche Gesichter und leuchtende Augen hatten die Schüler am Ende des Unterrichts, als sie bepackt mit Keksen und Eisenbahnen nach Hause fuhren. Und da es allen so gut gefallen hat, wurde beschlossen, den Inklusionsunterricht fortzusetzen.
Besondere Wertschätzung der zusammen geleisteten Arbeit drückten abschließend die betreuenden Lehrer Henrike Hein und Wolfgang Janus gegenüber ihren Schülern aus. Ihr Resümee zu diesem Projekt: „Gemeinsam arbeiteten hier Menschen mit unterschiedlichen Handikaps, Berührungsängste wurden abgebaut, Verständnis und Toleranz standen im Vordergrund.“