„Schillersläger“ standen wieder auf Tischen und Stühlen

Kinderkönig Jendrik Weißhaar war richtig stolz auf seinen Titel. (Foto: Holger Staab)
 
Die Majestäten des Schützenvereins Schillerslage mit ihren Scheibenträgern. (Foto: Holger Staab)

Beim Schützenfest war wieder Hochstimmung angesagt

SCHILLERSLAGE (hs). Wer gedacht hätte, das letzte Schützenfest des Jahres im Altkreis Burgdorf hätte bereits einige Abnutzungserscheinungen oder die Stimmung wäre abgeschwächt, der täuschte sich einmal mehr. Der Sport- und Schützenverein Schillerslage von 1963 e.V. feierte am vergangenen Wochenende als wäre es das erste Fest dieser Art in der Gegend und nicht nur Schillersläger Bürger waren beteiligt. Aus der gesamten Region um Burgdorf kamen zum Kommersabend, der Zeltdisco und dem Festumzug viele Gäste und Feiernde.
Traditionell begann das Schützenfest in Schillerslage am vergangenen Freitag mit dem Kommersabend. Nachdem die Könige des Jahres 2011 abgeholt wurden und zusammen mit dem Spielmannszug und der Fahnenabordnung ins Zelt einmarschierten, entwickelte sich nicht nur ein trister Kommersabend mit vielen Reden und Ehrungen, es wurde wieder für viel Stimmung gesorgt. Dafür stand auch DJ Darian aus Celle.
Schon früh tanzten die Schützenmitglieder, aber auch die Gäste, wie Burgdorfs stellvertretende Bürgermeisterin Christa Weilert-Penk und der Vorsitzende des Kreisschützenverbandes Werner Bösche auf den Stühlen, feierten ausgelassen, klatschten und sangen zu den bekannten Schlagern. Hochstimmung herrschte, als der Stellvertreter des 1. Vorsitzenden der Schillersläger Schützen, Jörg Meyer, die neuen Könige bekanntgab und mit Königskette und Schärpen ausstaffierte. In diesem Jahr schaffte es der 1. Vorsitzende Ralf Malyche den besten Schuss abzugeben und wurde damit neuer Schützenkönig. Somit gab er die Verantwortung in die Hände von seinem Stellvertreter, denn zudem feierte er am vergangenen Samstag auch noch seinen 40. Geburtstag – eine runde Sache eben. Damenkönigin wurde Monika Witt und Jugendkönig Hendrik Bösch. Auch die Kinder des Dorfes ermittelten ihre Majestät und so konnte sich Jendrik Weißhaar als neuer König freuen. Als KK-König wurde Jörg Reupke und als KK-Königin Inga Heuer gefeiert.
Zum Erfolg des Kommersabends in Schillerslage, der wohl einmalig in der ganzen Schützenfestregion sein dürfte, meinte Malycha: „Der Erfolg ist eigentlich kein Geheimnis, denn wir wissen es selbst nicht. Es hat sich einfach so eingebürgert, das Schillerslage toll feiern kann und die Akzente durch gute Musik und tolle Stimmung gesetzt werden.“
Schützen, die sich am Freitag bereits verausgabt hatte, mussten sich am Samstag leicht angeschlagen zum Hof Thieleking begeben, denn bereits ab 13 Uhr stand der Festumzug zum Anbringen der Königsscheiben auf dem Programm. Mit der musikalischen Begleitung des Musikzugs Diekholzen und dem Spielmannszug des Schillersläger Schützenvereins machten sich die Schützen zu einem bunten Umzug durchs Dorf auf den Weg. Ein netter Nachmittag für alle Schillersläger, denn der Spielmannszug war verkleidet und bei den Königen gab es zünftige Kost und Kaltgetränke.
Die Schützen machten sich warm für den Abend, denn die Zeltdisco mit DJ Theo sollte wieder einer der Höhepunkte werden. Viele auswärtige Besucher strömten ins Festzelt, machten die Nacht zum Tag und feierten ausgelassen die neuen Majestäten mit Freude an Musik und Tanz.
Auch diese Nacht wurde kurz, denn schon am Sonntagmittag wurde im Festzelt das Königsessen verzehrt. Bei Hochzeitssuppe, Schweinegeschnetzeltem mit Champignons, Reis, Kartoffeln und Gemüsevariationen war es gut, das die Hitze der Vorwoche etwas abgeklungen war. Das optimale Wetter zum großen Festumzug, nicht zu warm, trocken und mit ein wenig Sonnenschein, lockte viele Schillersläger Bürger dann auch auf die Straßen des Dorfes und so war der Umzug am Sonntag ein Highlight des Schützenfestes. Bei der Kaffeetafel der Damenabteilung am Nachmittag sorgten die Schützinnen für leckeren Kuchen und so verging die Zeit bis zum Festball am Abend mit DJ Christian Boy wie im Flug. Die noch nicht müde gewordenen Schützen ließen es dann noch einmal richtig krachen und feierten in ihrem Kreis bis in die Nacht hinein. Zum Schluss, oder vielleicht am frühen Morgen des Montags, wurde Gerüchten zufolge in einigen privaten Häusern noch weiter gefeiert und der Hunger beim „Eierbraten“ gestillt.