„Schau nicht unter`s Rosenbeet!“ war ein Mordsvergnügen

Die mysteriöse Miss Ash (Simone Grickscheit; vorne) muss nun leider die Bekanntschaft mit dem Henk‘schen Rosenbeet machen. Amanda Penworthy (Mary Hamm-Rixedn; re,) nimmt‘s gelassen. (Foto: Georg Bosse)

VVV-Theater spielte spektakuläre, schwarzhumorige Kriminalkomödie

BURGDORF (gb). Norman Robbins ist als Schauspieler, Regisseur und Autor international bekannt. Zu den Bühnenwerken des Engländers mit dem sprichwörtlichen „britischen Humor“, gehört unter anderen „A Tomb with a View“, das hier in der deutschen Fassung von Axel von Koos unter dem Titel „Schau nicht unter`s Rosenbeet!“ publik wurde. Das Stück ist eine schwarzhumorige Kriminalkomödie, mit der das Burgdorfer Laienschausspiel-Ensemble vom VVV-Theater in den vergangenen Tagen „mordsmäßigen“ Publikumserfolg im Bühnensaal des Johnny B. (Haus der Jugend) feiern konnte.
Die Familie Henk ist weit mehr als nur schrullig oder befremdlich. Das zeigt sich besonders, als den alten Septimus, der Patriarch der Sippe, das Zeitliche segnet und Familien-Anwältin Amanda Penworthy (Mary Hamm-Rixen) die Testamentseröffnung ankündigt. Denn nicht etwa die Familie soll den Löwenanteil des Erbes bekommen, sondern die schräge Schriftstellerin Ermyntrude Ash (Simone Grickscheit). Viel Freude hat sie an den „Millionen“ allerdings nicht, den sie landet rasch, allzu rasch im Henk‘schen Rosenbeet.
Aber dann ging der mordskomische Familienkrieg mit den fantastischen Darstellern erst richtig los, und jeder musste sich nun die bange Frage stellen, ob er nicht das nächste Opfer ist.
Die Regie bei „Schau nicht unter‘s Rosenbeet!“, das thematisch und atmosphärisch in der Tradition der „Addams Family“ steht, führte Christiane Garms (Assistenz: Birgit Hübert). Und mit der tollen schauspielerischen Leistung der VVV-Theatergruppe hatte das Publikum wirklich sein Mordsvergnügen.