Sammler stellen ihre verborgenen Schätze vor

Sonderführungen durch die Sammleraussstellung werden am 21. und 28. Februar 2016 angeboten. (Foto: VVV)

Sonderführungen in der KulturWerkStadt am 21. und 28. Februar

BURGDORF (r/jk). Die Zielrichtungen menschlicher Sammelleidenschaften sind nahezu grenzenlos. Davon können sich die Besucher der neuen Ausstellung „Verborgene Schätze – Sammeln als Hobby“ in der KulturWerkStadt (Poststraße 2) einen Eindruck verschaffen. Die Schau ist bis zum Sonntag, 28. Februar, zu sehen und präsentiert in 10 regionalen Sammlerstuben aufbewahrte Kostbarkeiten. Die Bandbreite der Sammlerstücke reicht von Kofferradios über Puppengeschirr und Erzeugnissen der Tafelkultur bis zu seltenen Raritäten aus der Burgdorfer Postgeschichte. Der VVV, der Förderverein Stadtmuseum und die Stadt laden am Sonntag, 21. und 28. Februar, zu einer Sonderführung mit einigen der beteiligten Sammler ein, die interessante Hintergrundgeschichten über ihre Sammlerstücke vortragen. Beginn ist jeweils um 14.30 Uhr.
Aus dem Kreis der Sammler sind am 21. Februar Horst Regenthal, Heinz-Jürgen Averwerser und Michael Slapnicar vertreten. Dabei stellt Horst Regenthal seine Auswahl von Kofferradios im alten Stil vor, die zu den Relikten der Rundfunkgeschichte gehören und die Herzen von Radionostalgikern höher schlagen lassen. Der Bestecksammler Heinz-Jürgen Averwerser richtet die Aufmerksamkeit auf die aus seiner Sammlung stammenden Bestecke und Tafelgarnituren, die das einst renommierte Unternehmen von Arthur Salm herstellte. Averwerser blickt auch auf die Lebensgeschichte des jüdischen Emigranten zurück, der nach der Flucht vor den Nationalsozialisten eine jahrzehntelang erfolgreiche Firma für Tafeldesign in den USA aufbaute. Michael Slapnicar sammelt Science Fiction-Fanartikel und zeigt den Besuchern Raumschiffsmodelle und detailgetreue Figuren aus bekannten Filmen wie „Star Trek“, „Star Wars“, „Battlestar Galactica“ und „Aliens“.
Am 28. Februar stehen die Sammler Christoph Adolph, Karin Sander und Helga Hußmann im Mittelpunkt. Christoph Adolphs beruflicher Lebensweg war über vierzig Jahre mit dem Schreibgerätehersteller Pelikan verbunden. In dieser Zeit sammelte er zahlreiche Exemplare aus der Produktionsschmiede des Unternehmens. Worin das Besonders dieser Schreibgeräte liegt, erläutert Adolph im Rahmen der Führung. Karin Sanders Sammelvorliebe gilt Weihnachtsmannfiguren, von denen sie die attraktivsten Exemplare in die Schau aufgenommen hat und den Besuchern präsentiert. Helga Hußmann widmet ihren Sammeltätigkeit Puppen der Marke Schildkröt sowie Puppen- und Kindergeschirr und kleinen Kochherden, von denen sie zahlreiche sehenswerte Exponate für die Sammlerausstellung ausgewählt hat. Dass sie dabei wahre Miniaturschätze aus dem Bereich des Puppenzubehörs hütet, beweist Helga Hußmann den Zuhörern und garniert ihren Beitrag mit hörenswerten Anekdoten über ihre Sammelleidenschaft.