„Sack oder Tonne“ bleibt immer noch die Frage

Die CDU-Restmüllsack-Tauschbörse mit Mirco Zschoch, Oliver Brandt, Beate Neitzel und Jürgen Waldeck (v.r.). (Foto: Georg Bosse)

Erlös aus der Restmüllsack-Tauschaktion für Burgdorfer Tafel

BURGDORF (gb). Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) und kein Ende. Nachdem der christdemokratische Regionspolitiker Eberhard Wicke (Garbsen) die Senatsrichter des Lüneburger Oberverwaltungsgerichts mit seiner Klage zum Spruch zu einem künftig „gerechteren Gebühren- und Systemwechsel“ bei aha veranlasst hatte, dem der Zweckverband nach kontroversen Diskussionen in der Region mit den Änderungen zum 1. Januar 2014 nachgekommen ist, sind die erfolgten Umstellungen noch immer nicht von den Regionsbürgern akzeptiert und klagen Mieter wie Vermieter über Probleme und Ungerechtigkeiten bei der Beschaffung von Restmüllsäcken.
Nach Ansicht der Burgdorfer CDU gute Gründe, um den Bürger/innen bereits zum zweiten Mal die Gelegenheit zu geben, überzählige Restmüllsäcke und aha-Gutscheine an ihrem Infostand abzugeben oder noch benötigte Säcke gegen eine kleine Spende abzuholen. So geschehen am vergangenen Wochenmarkt-Samstag am Stand mit Regionspolitiker Oliver Brandt (Burgdorf), Burgdorfs CDU-Fraktionschef Mirco Zschoch und Ratsfrau Beate Neitzel (Dachtmissen). Dabei wurde häufig die Forderung laut, dass die (alte) Sackabfuhr erhalten bleiben müsse, was von den Politikern unterstützt wurde.
Die Regionsversammlung hatte am 14. Mai 2013 mehrheitlich das so genannte „Konsensmodell“ beschlossen. Dabei sollte den Bürger/innen freigestellt sein, sich für eine Abfuhrart (Sack oder Tonne) zu entscheiden. So ein Wahlmodell kostet natürlich auch entsprechend mehr Geld. Dass ein solches Modell durch höhere Gebühren finanziert werden soll, obwohl im Umland ein gutes und funktionierendes Modell betrieben wurde, leuchtet vielen Bürgern immer noch nicht ein. Die Verbandsgeschäftsführung (aha) sollte lt. 9. Senat die rechtlichen und organisatorischen Voraussetzungen für die Umstellung des Gebühren- und Abfuhrsystems der Abfallentsorgung in der Region Hannover unter anderem nach folgenden Maßgaben schaffen: „Zum 1. Januar 2014 erfolgt eine Umstellung auf die Behälterabfuhr als Regelform der Abfallentsorgung...“. Und weiter: „Der bisherige hohe Standard einer kostenfreien Entsorgung auf Wertstoffhöfen, auf Grüngutannahmestellen sowie bei der Sperrmüllabfuhr und der Abfallberatung wird beibehalten...“ (OVG Lüneburg 9. Senat v. November 2014)
Der Erlös aus der Restmüllsack-Tauschaktion erbrachte bislang eine Spendensumme von rund 100 Euro, die die CDU der Burgdorfer Tafel zugute kommen lassen möchte. Aber vielleicht kommt noch ein weiteres Sümmchen hinzu, denn am kommenden Samstag, 7. November, wird die Aktion von 10.00 bis 12.00 Uhr an gleicher Ort und Stelle wiederholt.