Rubrik "Glaubenssache" im MARKTSPIEGEL:

Ans ziel kommen sie nur gemeinsam: An diesem Wochenende sind die Lehrter Kirchengemeinden Markus und Matthäus erneut mit 50 Konfirmanden, 20 Teamern und Hauptamtlichen zur „Flotte 2017“ auf dem Ijsselmeer gestartet. (Foto: Archiv/Anke)

„Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt“

Von Pastor Andreas Anke

„Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt“ - so heißt ein Lied aus unserem Evangelischen Gesangbuch. Mir gefällt dieses Bild. Es erinnert mich an unsere Konfirmandenfahrt auf dem Ijsselmeer in Holland.
Beim Segeln ist es so: Ein Boot mit mehreren Masten braucht eine Mannschaft.
Da sollte jeder die Aufgaben der anderen kennen, um seine eigene gut machen zu können.
Du musst aufeinander hören, einander wahrnehmen. Es braucht da Teamgeist. Es braucht eine gute Kommunikation.
An diesem Wochenende sind wir Lehrter Kirchengemeinden Markus und Matthäus wieder mit 50 Konfirmanden, 20 Teamern und Hauptamtlichen zur „Flotte 2017“ gestartet.
Der Skipper bespricht sich mit den leitenden Teamern, wo es hingehen kann. Er schätzt ein, was zu schaffen ist, was die Mannschaft leisten kann, wie das Wetter ist.
Aber an’s Ziel kommt man nur gemeinsam.
Und es muss mit dem Wind gearbeitet werden, der gerade kommt.
Aber selten kommt der Wind aus der Richtung, die man gerne hätte. Und man kann ihn nicht beeinflussen.
Aber man kann sein Segel setzen – und dazu braucht es die Mannschaft.
Selten erreicht man auf direktem Wege das Ziel. Oft muss man Umwege fahren. Auch gegen den Wind fahren (kreuzen), um voran zu kommen.
Wie groß ist die Freude, wenn dann der Hafen endlich erreicht ist.
Was wir in den Tagen auf dem Ijsselmeer miteinander erleben, die Pastoren und die Diakonin, die Teamer und die Konfirmanden bildet das Leben der Gemeinde ab. Auch in der Gemeinde ist es wichtig, dass die Gemeinde eine Mannschaft ist.
Wenn die Mannschafft nicht zusammen arbeitet, dann besteht die Gefahr abzutreiben.
Eine Fahrt auf dem Meer ist eine große Herausforderung. Denn es ist nicht immer der gerade Weg, der zum Ziel führt. Manchmal braucht es da auch die eine oder andere Kehre.
Und es braucht ein gutes Stück Gottvertrauen, um sich dem Wind und dem Wetter, den Widrigkeiten und Herausforderungen zu stellen.
Ist man aber erst einmal auf einem guten Kurs, dann kann man sich auch entspannen und ausruhen, sich dem Boot vertrauen, wenn es in rechter Weise im Wind liegt. Bis sich der Wind wieder dreht.
In der Bibel wird gerne der Wind mit dem Heiligen Geist verglichen. Und ein achtsamer und guter Segler wird immer auf den Wind hören, um an sein Ziel zu gelangen:
Ob als einzelner, in der Gemeinde, die Kirche in all ihrer Vielfalt. Und auch wir vertrauen darauf, dass wir alle wieder gut, glücklich und erfüllt am nächsten Freitag in unserem Zielhafen Enkhuizen anlanden.