Rubrik "Glaubenssache" im MARKTSPIEGEL:

Angelika Wirz ist Vorsitzende des Pfarrgemeinderates in der katholischen St. Nikolausgemeinde in Burgdorf. (Foto: St. Nikolaus Bgdf.)

Beten tut gut!

Von der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Angelika Wirz

Mir tut es gut, mich mit all meinen Bedürfnissen, Sorgen und Nöten an Gott zu wenden. Ich darf Gott um das tägliche Brot, um Gesundheit, um Schutz, um andere persönliche Angelegenheiten oder um seine Führung bitten. Mit der Bitte bekenne ich meine Bedürftigkeit – und sie auszusprechen, ist ein Zeichen von Demut. Ich wünsche mir, dass mein Leben gelingt, dass Gott mich stärkt in meinen Aufgaben, dass er mich stützt in meiner Angst, tröstet in meiner Trauer, dass er meinen Schmerz verwandelt. Aber natürlich weiß ich, dass Gott nicht einfach meine Probleme löst. Indem ich meine Bedürftigkeit und Angewiesenheit auf Hilfe in der Bitte ausdrücke, fühle ich mich getragen und somit gestärkt.
Wenn ich für andere Menschen bete, fühle ich mich mit diesen Menschen tief verbunden. Dies stärkt mein Vertrauen, dass auch sie unter Gottes Schutz stehen. Ich weiß von vielen Menschen, dass es ihnen gut tut, wenn ich ihnen versichere: Ich bete für dich.
Das Gebet ist jedoch keine Garantie, dass jede Bitte erhört wird. Ich halte mich mit meiner Ohnmacht Gott hin. Dennoch ist mir bewusst, dass am Ende jedes Gebetes und einer jeden Bitte Jesu Aussage steht: „Aber nicht wie ich will, sondern wie du (Gott) willst.“ (Matthäus, 26,39) Und unser Gebet mündet immer wieder in die Vaterunserbitte: „Dein Wille geschehe“!
Ich wünsche Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, dass auch Sie darauf vertrauen, dass Sie und die Menschen, für die Sie beten, immer in der schützenden Hand Gottes sind.