Rubrik "Glaubenssache" im MARKTSPIEGEL:

Kirchenkreiskantor Martin Burzeya, Leiter der Musikwerkstatt der Singschule CampusMusik an der St. Pankratius-Kirche Burgdorf. (Foto: Kirchenkreis Bgdf./Stefan Heinze)

Joha-, Joha-, Joha-a-an-nes!

Von Kreiskantor Martin Burzeya

Mit diesem melodiösen Namen (Joha-, Joha-, Joha-a-an-nes!) singen sich immer wieder Vokalchöre ein, um ihren Stimmen vor der stimmlich fordernden Chorprobe den sogenannten richtigen Stimmsitz zu verpassen.
Nach drei Sprüngen von der Quinte in die Oktave geht es dann über den Dur-Dreiklang hinunter bis zum Grundton des Akkords. Dabei ist auf einen weichen Stimmansatz und einen guten Vokal- und Lagenausgleich zu achten, damit die Übung ihr Ziel nicht verfehlt. Aber was hat das hier bei der „Glaubenssache“ zu suchen?
Der 3. Advent steht unter dem Zeichen eines Mannes, der von König Herodes ins Gefängnis verbannt wurde. Dort hört er von dem Wirken Jesu.
Da er sich selber nicht auf den Weg machen kann, schickt er seine Jünger, um Jesus aufsuchen und fragen zu lassen, ob er der verheißene Messias sei.
Jesus lässt ausrichten, dass Blinde sehen, Taube hören, Tote aufstehen, Armen das Evangelium gepredigt werde und dass man sich nicht an ihm ärgern solle.
Derjenige, der da im Gefängnis sitzt, ist Johannes der Täufer. Er wird als „Vorläufer Jesu“ bezeichnet.
Die Beschäftigung mit ihm und seinem Handeln, kann uns auf das Kommen und die damit verbundene Botschaft Jesu Christi vorbereiten.
Alle patent eingesungenen Kehlen der vielen singenden Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen können uns mit ihrer adventlichen Musik in Gottesdiensten oder Kirchenkonzerten auf die weihnachtliche Botschaft einstimmen.
Möge „Johannes“ mit seinen wohlklingenden Silben ihnen zu gutem Gelingen verhelfen und allen Zuhörerinnen und Zuhörern schöne musikalische Erlebnisse bescheren: Johannes macht´s möglich!