Rubrik "Glaubenssache" im MARKTSPIEGEL:

Martin Karras ist Pfarrer der katholischen St. Nikolaus-Gemeinde in Burgdorf. (Foto: St. Nikolaus Burgdorf)

Licht der Hoffnung und des Lebens . . .

Von Pfarrer Martin Karras

Es ist wieder mal soweit – Der Totengedenkmonat November ist da.
Allerheiligen, Allerseelen, Toten – oder Ewigkeitssonntag.
Gräbersegnung und Totengedenkgottesdienste, Volkstrauertag, Gedenken der Reichsprogromnacht.
Alles ballt sich in diesem Monat.
Manchmal kann er einem richtig leidtun, der November.
Dabei hat er ja, vom zugegebenermaßen oft schlechten Wetter mal abgesehen, durchaus Schönes zu bieten.
Ich denke da an die Martinsfeiern zum 11. November oder in diesem Jahr der Beginn der Adventszeit am 27. November.
Diese beiden Feste haben etwas gemeinsam, auch mit den Gedenktagen des November: das wichtige Zeichen ist das Licht.
Am Martinsfest das Licht der Hoffnung, das der Hl. Martin dem Bettler entzündet, die Lichter des Advents, die immer heller werden zum Fest des Lebens und des Lichts, der Geburt Jesu.
Aber wenn wir der Toten gedenken, egal welcher Religion: für zünden für sie ein Licht an, und sei es vielleicht auch noch so klein.
Das Licht ist immer ein Zeichen von Hoffnung, gerade, wenn es hoffnungslos scheint oder wenn wir unendlich traurig sind, weil wir einen lieben Menschen verloren haben.
Viele Menschen zünden zuhause neben Bildern von Verstorbenen Kerzen an oder bringen ein Licht auf den Friedhof.
Selbst das kleinste Licht kann einen großen dunklen Raum mit ein wenig Helligkeit erfüllen.
Und wo die Dunkelheit besiegt wird, ist Leben: auf unseren Friedhöfen und Gedenkstätten, in unseren Gotteshäusern, in unseren Herzen.

Martin Karras, Pfarrer in St. Nikolaus, Burgdorf