Rubrik "Glaubenssache" im MARKTSPIEGEL:

Renate Warnecke ist Lektorin in der Kirchengemeinde Ahlten. (Foto: Kirchenkreis Burgdorf)

Wachsen und Werden . . .

Von Lektorin Renate Warnecke

Noch einmal laden uns warme, sonnige Spätsommertage ein, die Blütenvielfalt und Farbenpracht zu genießen. Wir halten inne und nehmen mit allen Sinnen diese Schönheiten des zu Ende gehenden Sommers wahr: den strahlend blauen Himmel, das goldene Licht der Sonne, die aufgeblühten Blumen, den Duft der reifen Äpfel. Es sind kostbare Schätze, die wir sammeln dürfen. Das Gesangbuchlied von Detlev Block, EG 641 „Nun steht in Laub und Blüte, Gott Schöpfer, deine Welt“ erzählt von dieser Lebensfülle der Natur, von Gott. Wir erkennen in all der Buntheit von Pflanzen und Tieren die vielen Unterschiede und Besonderheiten, die Gott so wunderbar geschaffen hat.
Wenn die Stille sich nun am Abend um uns legt, wenn es nach Blumen oder Kräutern duftet oder im bald beginnenden Herbst nach Laub und feuchter Erde riecht, dann wird das Herz ganz weit. Wir können einstimmen in die fünfte Strophe des Liedes: „Wir leben, Herr, noch immer vom Segen der Natur. Licht, Luft und Blütenschimmer sind deiner Hände Spur. Wer Augen hat zu sehen, ein Herz, das Staunen kann, der muss in Ehrfurcht stehen und betet mit uns an.“
Das Lied endet mit der fröhlichen Botschaft: "Wie schön ist es, zu leben und Gottes Kind zu sein!“ Diesem Bild der Schöpfung können wir uns kaum entziehen und wir möchten gerne ins Singen einstimmen, ruhig auch kindlich-unschuldig, ausgelassen und glücklich darüber, zu leben und eines von Gottes vielen geliebten Kindern zu sein und zu bleiben – mitten in allem Wachsen und Werden der Natur.