Projekt "Dorfladen" geht in die nächste Runde

Volles Haus bei der 2. Informationsveranstaltung zum Projekt Dorfladen.

Großes Interesse an den Ergebnissen der Bürgerbefragung

IMMENSEN. Der "Scheuers Hof" in Immensen platzte am vergangenen Wochenende aus allen Nähten. Das Interesse der Immenser am Projekt "Dorfladen" ist groß. Dorfladen-Gründungscoach und Berater Wolfgang Gröll stellte auf der zweiten Informationsveranstaltung die Ergebnisse der Bürgerbefragung vor und erläuterte die sich in Erstellung befindliche Machbarkeitsstudie.
Darüber hinaus präsentierten sich die Arbeitskreise und standen den Dorfbewohnern Rede und Antwort. Besonders interessiert waren diese an Themen wie der voraussichtlichen Gesellschaftsform, dem Anteilsverkauf sowie der Standort und Immobilienfrage.
„Wir sind erfreut über die rege Beteiligung und das Interesse der Immenser Bevölkerung - es geht um nicht weniger als die Zukunft unseres schönen Dorfes“, so Jan Lange vom Verein Gemeinsam für Immensen e.V..
Die Ergebnisse der Bürgerbefragung in Immensen zu einem Dorfladen waren eindeutig. Von den 1.044 verteilten Fragebögen kamen 413 ausgefüllt zurück. Die deutliche Rücklaufquote von 40,2 Prozent zeigt bereits das große Interesse an diesem Thema.
89 Prozent stimmten für einen Dorfladen, um die Versorgungssituation im Ort zu verbessern, 97 Prozent würden dort einkaufen.
Auf dem bisher sehr erfolgreich beschrittenen Weg zur Etablierung eines bürgerschaftlich getragenen Dorfladens in Immensen steht nun die Sicherung einer adäquaten Immobilie
und vor allem die Sicherung der Finanzierung, an. "Damit steht und fällt das Projekt", so Jan Lange.
So wird es maßgeblich darauf ankommen, dass im Rahmen einer für den 7. April 2018
geplanten Gründungsveranstaltung (Dorfladengesellschaft) und in der darauf folgenden Phase die notwendige Summe an Grundkapital für die Aufnahme des Betriebes eines Dorfladens zusammenkommt. Hier sind alle Immenser gefragt, Ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. "Wer einen oder mehrere Anteile verbindlich zeichnet, muss diese nicht sofort bezahlen, sondern erst, wenn die Dorfladengründung erfolgreich umgesetzt wird“, erklärt Oliver Falk, Sprecher des Arbeitskreises Anteilsverkauf.
Die Befragung ergab bislang, dass sich 28,5 Prozent durch den Erwerb von Geschäftsanteilen finanziell am Dorfladen beteiligen würden - gut 30 Prozent zeigten sich noch unentschlossen. Nach Schätzung könnte der Jahresumsatz des Dorfladens bei etwa 915.000 Euro liegen, das mögliche Eigenkapital würde sich zwischen 62.000 Euro und 128.000 Euro bewegen. Laut Gröll, ließe sich der Laden somit "solide finanzieren."