Poetisches und Privates von Hannes Wader

Hannes Wader und seine Gitarre: Zwei, die für ihr Publikum in Burgdorf Poetisches und Privates zum Besten gaben. Die Besucher dankten es ihnen mit viel Beifall. Foto: Georg Bosse (Foto: Georg Bosse)

Der Chansonnier und Volkssänger begeisterte seine Fans in Burgdorf

BURGDORF (gb). Da war er wieder! Dieser romantisch-rebellische Geist von Hannes Wader, der kritische Liedermacher, den viel mit den Kollegen Konstantin Wecker, Franz Josef Degenhardt und Reinhard Mey verbindet. Für seine Fans aus nah und fern gab Hannes Wader ein besonderes Sondergastspiel auf der Bühne des Burgdorfer Theaters am „Berliner Ring“.
Die Veranstalter, der Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) sowie die Stadt Burgdorf, freuten sich am vergangenen Mittwochabend über ein ausverkauftes Haus. Ein Beleg dafür, dass es weiterhin viele Menschen gibt, die es interessiert, was Wader nach einer vierzigjährigen Bühnen- und Musikkarriere noch zu sagen und zu singen hat.
Hannes Wader wurde vor 68 Jahren in Bethel bei Bielefeld geboren und machte sich während der studentenunruhigen Zeiten in (West-)Berlin bald einen Namen als sozialkritischer Chansonnier und energischer Protestler. Später wurde er vom anglo-amerikanischen Folk Blues inspiriert und widmete sich irgendwann, häufig angefeindet, auch dem traditionellen (nord-)deutschen Liedgut. Seine Tätigkeit als Volkssänger fand große Resonanz in der Liedermacher- und Folkszene und machte „Heute hier, morgen dort“ zu dem wohl bekanntesten Stück beim Publikum.
Seit 1972 beginnt Hannes Wader jedes seiner Konzerte mit diesem populären Lied und machte auch in Burgdorf diesbezüglich keine Ausnahme. Nach großem Anfangsapplaus plauderte er sich „jetzt und hier...“ von seinen Liedern über Tom Paxton`s Folk Blues zum französischen Chanson und zurück. Und wieder schwang in seinen gitarrenbegleiteten, teils autobiografischen, Songs viel Sympathie für die „kleinen Leute“ mit, was Wader für seine Fans unvergessen und wert(e)beständig macht.