PK Lehrte verzeichnet weniger Straftaten in 2017

Die Erste Kriminalhauptkommissarin Ina Nentwig und Kriminalhauptkommissar Mario Mantei vom PK Lehrte gaben Einblick in die Kriminalstatistik 2017 für Lehrte und Sehnde.

Delikte am PKW nehmen zu - Mehr Straftaten im Schulkontext - Aufklärungsquote gut

VON DANA NOLL

LEHRTE. Insgesamt 4.625 Straftaten verzeichnete der Zuständigkeitsbereich des Polizeikommissariats Lehrte in 2017 - das sind 4,56 Prozent weniger als im Vorjahr! In Lehrte ist mit 3.074 Taten die Quote zum Vorjahr leicht rückläufig, in Sehnde dagegen stieg die Zahl der Straftaten um 88 zum Vorjahr auf 1.551.
Dieser Anstieg ist hauptsächlich dem "Problemfeld Schwerer Diebstahl aus und von PKW`s geschuldet", erklärt Kriminalhauptkommissar Mario Mantei vom PK Lehrte. Hierbei hat sich die Zahl der bekanntgewordenen Fälle in Sehnde um 78,8 Prozent zum Vorjahr gesteigert und liegt nun bei 73 Straftaten! Mit 5,48 Prozent ist die Aufklärungsquote weiterhin trotz minimaler Steigerung zu 2016, gering. In Lehrte wurde ebenfalls ein Anstieg um 50 Taten auf gesamt 225 Fälle verzeichnet.
"Hier sind Profis am Werk, sie haben das Handwerkszeug und arbeiten teils auf Bestellung", so Polizeihauptkommissar Bernd Steindam. Navigationsgeräte, Lenkräder und Ersatzteile von hochpreisigen Automarken stehen dabei besonders gut im Kurs. Aber auch bei den Totalentwendungen von PKW`s gab es einen Zuwachs von 7,32 Prozent auf nun 44 Fälle (Sehnde) und um 32,43 Prozent auf 37 Taten in Lehrte.
Bei den Eigentumsdelikten, das heißt bei den einfachen wie schweren Diebstählen, konnten im gesamten Tätigkeitsbereich des PK Lehrte im Vergleich zum Vorjahr 3,82 Prozent weniger verzeichnet werden. 1.610 Taten wurden dabei registriert. Insbesondere in Lehrte war ein deutlicher Rückgang um 148 Taten im Bereich des einfachen Diebstahls erkennbar. Verbesserte Sicherheitsmaßnahmen wie verstärkte Kontrollen, Ladendetektive oder Alarmsysteme könnten für den deutlichen Rückgang verantwortlich sein. Beim Einbruchsdiebstahl aus Wohnungen ist ein erheblicher Unterschied zwischen den Orten Lehrte und Sehnde erkennbar. Während in Lehrte die Straftaten in diesem Bereich auf 61 zurück gingen (minus 12,86 Prozent) gab es in Sehnde eine Steigerung auf 45, das heißt um 12,5 Prozent!
"Rohheitsdelikte und Sachbeschädigungen tragen maßgeblich zum Sicherheitsgefühl der Bürger bei", erklärt Mario Mantei. So stiegen die Rohheitsdelikte im Zuständigkeitsbereich der PK Lehrte um gut 3 Prozent auf 823 Straftaten (Lehrte 474 Taten, Sehnde 349 Taten) zu denen hauptsächlich Körperverletzungen zählen. 159 Taten und damit 17 Fälle mehr als in 2016 wurden im Bereich der häuslichen Gewalt gemeldet.
Eine positve Entwicklung verzeichnet der Bereich Sachbeschädigungen. Hier gingen die Taten nicht nur auf 359 zurück (minus 23,29 Prozent) sondern auch die Aufklärungsquote konnte auf fast 35 Prozent gesteigert werden.
Verschärfte Kontrollen sorgten für gute Ergebnisse bei den Betäubungsmitteldelikten. Hier lag die Aufklärungsquote bei 96,05 Prozent und auch die Taten reduzierten sich auf 304 und damit um 3,18 Prozent.
Bei den Täterprofilen ist in Lehrte erkennbar, dass die Anzahl deutscher Tatverdächtiger als auch deutscher Opfer abnahm, während Täter und Opfer bei nichtdeutschen Bürgern anstiegen. Im Flüchtlingskontext gab es ebenso eine Steigerung um fast 20 Prozent auf insgesamt 241 Straftaten, die hauptsächlich auf den Bereich Rohheitsdelikte zurück zu führen sind. Hier gab es einen deutlichen Anstieg um 105,88 Prozent!
"Insgesamt gesehen, gab es weniger Straftaten, besonders in Verbindung mit Alkohol. Delikte am PKW stiegen leider erneut und auch im Schulkontext nahmen die Straftaten zu oder wurden mehr zur Anzeige gebracht. Hierbei ging es um Diebstähle oder auch Körperverletzungen. Unsere Gesamtaufklärungsquote von 62,36 Prozent stimmt uns noch nicht ganz glücklich, aber zeigt, dass wir unsere Arbeit gut gemacht haben", resümiert der Leiter vom Kriminal- und Ermittlungsdienst Mario Mantei.