Parteiübergreifender Austausch zum Frauentag in Burgdorf

Caren Marks und Christa Weilert-Penk mit der Autorin Roswitha Iasevoli bei der anschließenden Autogrammstunde (v.l.). (Foto: Petra Pape)

Großes Engagement der Frauen in Burgdorf gewürdigt

BURGDORF (r/jk). Auf Einladung der Gleichstellungbeauftragten Petra Pape erlebten 65 Burgdorfer Frauen einen amüsanten und tiefgründigen Nachmittag zum internationalen Frauentag am vergangenen Freitag. Grußworte sprach die stellvertretende Bürgermeisterin Christa Weilert-Penk, die in ihrer Rede auf die aktuelle Sexismusdebatte, aber auch die vor Ort geführte Diskussion zum Standort Wochenmarkt einging.
Die Bundestagsabgeordnete Caren Marks, die auch frauenpolitische Sprecherin der SPD Bundestagsfraktion ist, berichtete aus dem Aktionsplan für mehr Gleichstellung von Frauen und Männern. Sie ging dabei besonders auf die Lohnungleichheit ein und sprach sich für eine Quote von 40 Prozent für Aufsichtsräte und Vorstände aus, die mit Sanktionen belegt und per Gesetz verabschiedet werden soll.
Caren Marks und Simone Heller, Ratsfrau der Grünen, lobten die gute und vor allem parteiübergreifende Netzwerkarbeit der Frauen in Burgdorf und dankten der Gleichstellungsbeauftragten Petra Pape für ihr Engagement und Geschick.
Nach dem obligatorischen Café, das die Frauen des Arbeitskreises „Frauen in Burgdorf“ seit nunmehr 14 Jahren organisierten, fand an den liebevoll dekorierten Tischen ein reger Austausch statt.
Anschließend gab die Schriftstellerin Roswitha Iasevoli auf amüsante und lebendige Art und Weise mehrere Geschichten aus ihrem Buch „Zartes, Zoff und Zipperlein“ zum Besten. In den teils erheiternden, teils jedoch auch nachdenklich stimmenden Geschichten um das Thema „Älter werden“ setzte sie sich sowohl mit den „kosmetischen Kümmernissen und Zipperlein“ des Alterns auseinander, als auch mit den zwischenmenschlichen Entwicklungen im Laufe eines Lebens. Roswitha Iasevoli zeigte sich „begeistert von den tollen und besonders aufmerksam lauschenden Frauen“ und gab als Zugabe noch eine Anekdote über den Versuch, einem Optiker den richtigen Einsatz einer Schminkbrille zu erklären. Vielleicht erleichtert, dass das Älterwerden scheinbar auch seine heiteren Seiten hat, dankten es ihr die Frauen mit kräftigem Applaus.
Petra Pape, freute sich über den gelungenen Nachmittag und über die Spenden für Kaffee und Kuchen in Höhe von 160 Euro, die dem Frauen- und Mütterzentrum zugute kommen, das im Herbst sein 20-jähriges Jubiläum feiert.