„Pappaul“ platzte aus allen Nähten

Großer Andrang beim Pappaul-Fest in Hänigsen.
 
Der Spielmannszug Riedel eröffnete das Fest am Dorfgemeinschaftshaus.

Kulinarisches und Musikalisches beim 18. Pappaulfest

HÄNIGSEN (dno). Sigrid Kössler hatte wirklich alle Hände voll zu tun. Sie war eine der ehrenamtlichen Helfer/innen, die für einen reibungslosen Ablauf des Festes sorgten. Hinter dem Haus kümmerte sie sich mit Hilfe eines Industrie-Geschirrspülers um saubere Tassen, Teller, Bestecke oder Schalen. „Nur drei Minuten dauert es, bis das Geschirr wieder blitzblank und trocken ist“, erklärte sie. So konnten die Besucher/innen im Akkord versorgt werden. Dass mussten sie auch, denn am vergangenen Sonntag lockte Sonne und Torten satt zum Hause „Am Pappaul“. Hier wurde zum 18. Mal das „Pappaulfest“ gefeiert. Zahlreiche Vereine und Verbände hatten zum guten Gelingen beigetragen. Unter die Gäste mischten sich auch die Bundestagskandidaten Dr. Maria Flachsbarth und Matthias Miersch.
Den Auftakt machte Pastor Leiser und Gemeindereferent Stefan Horn mit einem ökumenischen Freiluftgottesdienst, musikalisch begleitet von den Männergesangsvereinen Liederkranz Concordia Uetze sowie Hänigsen. Musikalisch ging es weiter mit dem Spielmannszug Riedel des Bergmannvereines, der beispielsweise das „Niedersachsenlied“ zum Besten gab.
Für das leibliche Wohl war Bestens gesorgt. Beim Pflegewohnstift gab es heiße Brezeln und kühlen Sekt, die Bürgerinitiative und die Grünen boten leckere Quiche, Getränke und Gegrilltes gab es bei CDU und SPD, dazu die passenden Salate beim DLRG, selbstgemixte Cocktails bei der Volkstanzgruppe und auch das große Kuchen- und Tortenbuffet ließ keine Wünsche offen.
Kein Pappaulfest ohne das knusprige und leckere „Pappaul-Brot“! Ganz ohne chemische Zutaten wird es aus Roggenvollkornmehl, Weizenmehl, Roggenvollkornsauer, Salz, Hefe, Wasser und mit „ganz viel Liebe „ gebacken. Das Pappaul-Brot erinnert an die guten, alten Zeiten, in denen gegenüber vom Dorfgemeinschaftshaus Am Pappaul noch eine Bäckerei stand, die nicht nur Namensgeber war, sondern den Ort mit dem Duft von frischem Brot und Kuchen entzückte.
Zum zweiten Mal mit dabei, die jesidische Gemeinde Hänigsen, um deren Stand sich auch diesmal wieder eine große Traube an hungrigen Gästen scharrte. „Im letzten Jahr sind die Speisen sehr gut angekommen“, so Ortsbürgermeister Norbert Vanin, „Schon nach wenigen Stunden waren sie ausverkauft.“
Auch für die jüngsten Gäste wurde viel geboten. Da lockte die Strohburg, die erklommen werden musste, bei der Feuerwehr konnte am Cockpit Platz genommen werden, mit den Schützen ließ sich Bogenschießen ausprobieren und im Haus gab es vielerlei kreative Mal- und Bastelaktionen. Hier sorgten die Hänigser Kindergärten, die Gemeindejugendpflege und die Kunstspirale, dass keine Langeweile bei den Kindern aufkam. Daniela Kahlert meisterte hier ihre „Feuertaufe“, denn seit 1. September ist sie die neue Leiterin im Jugendtreff.
Der Erlös des Pappaul-Festes bleibt auch in diesem Jahr wieder im Ort. In 2016 wurden etwa 3.500 Euro eingenommen und so gab es 25 neue Bierzeltgarnituren und eine große Lautsprecheranlage. „Wir hoffen auch in diesem Jahr wieder auf einen guten Umsatz“, so Vanin, „Davon werden wir dann beispielsweise Geschirr anschaffen.“