Otzenia Otze feierte ausgiebig mit den neuen Schützenmajestäten

Sven Prieß, Karin Buchholz, Sören Rimbach, Helene Squarra, Ellen Becker und André Buckschun, die Schützenkönige beim Schützenfest in Otze. (Foto: st)
 
Stadtarmbrustkönig André Buckschun konnte sich gegen 27 weitere Bewerber im 4. Stechen durchsetzen. (Foto: st)

Mit dem Wettbewerb Stadtarmbrustkönigsschießen liegen die Otzer richtig

OTZE (st). Auf dem Festplatz und im Schützenheim von Otzenia Otze war am vergangenen Wochenende wieder einmal gute Stimmung angesagt. Einer der kleinen Schützenvereine des Kreisschützenverbandes Burgdorf feierte drei Tage lang sein Schützenfest. Die Freude über die gelungene Veranstaltung war allen Schützen anzusehen und besonders die Könige des Jahres 2016 strahlten um die Wette. Festwirt Benjamin (Benny) Koch sorgte für die richtige Mischung aus Kulinarischem und Getränken. An den Abenden mit DJ Mirco wurde getanzt und der Spaß stand im Vordergrund.
Das Schützenfestwetter sorgte zudem für gute Laune und Schützenchef Karl-Heinz Dralle war auch mit der Beteiligung der Otzer Bürger zufrieden, obwohl er sich schon noch mehr Unterstützung bei der Organisation so eines Festes wünschen würde, denn die Organisationscrew ist klein und die Aufgaben auf noch mehrere Schultern zu verteilen, wäre einfacher. In seiner Rede am Kommersabend verurteilte er die Vorkommnisse in Nizza. „Ganz furchtbar finde ich die Terrorakte der vergangenen Zeit mit den vielen unschuldigen Opfern. Ich hoffe, dass dieser Wahnsinn einmal ein Ende hat“, nahm er Stellung zu den aktuellen Ereignissen.
Am Heeg rund um das Schützenhaus ging es bereits am vergangenen Freitag los. Der Festplatz mit Kinderkarussell öffnete und am frühen Abend wurden die alten Könige mit Musik vom Lindenbrink abgeholt und später die Flagge am Schützenplatz gehisst. Der Einmarsch der Majestäten im Festzelt bedeutete die Beendigung der Amtszeit der Könige, aber gleichzeitig ein neuer Anfang beim Kommers. Während der dann von Dralle durchgeführten Proklamation wurden die neuen Könige geehrt.
Zunächst standen aber Grußworte, Ansprachen und Ehrungen auf dem Programm und das Schützenfest wurde offiziell eröffnet. Dabei wurden Renate Heidecke mit der bronzenen Ehrennadel des Kreisschützenverbandes, Ruth Heise mit Silber und Reinhard Lüssenhop mit Gold geehrt. Die mit Spannung erwartete Bekanntgabe der Könige ging dann zügig über die Bühne und Karl-Heinz Dralle würdigte Schützenkönig Sven Prieß, der die Königskette erhielt. Feiern konnte auch Damenkönigin Karin Buchholz.
Jugendkönig von Otze darf sich ein Jahr lang Sören Rimbach nennen und auch die Kinder schossen mit dem Lichtpunktgewehr ihre Majestät aus. Diesen Titel gewann Helene Squarra. Mit dem Armbrustkönig wurde eine weitere Majestät geehrt.
Alle Könige wurden bereits eine Woche zuvor ausgeschossen. Neben allen Otzer Bürgern, die auf die Volksscheibe schießen konnten, waren die Mitglieder von Otzenia aus Otze aktiv. Aber auch alle Bürger Burgdorfs und der Ortsteile konnten an einem Wettbewerb teilnehmen, denn in Otze wurde das Stadtarmbrustkönigsschießen durchgeführt und das war für alle Bürger Burgdorfs ausgeschrieben. Immerhin 28 Teilnehmer versuchten ihr Können mit der alten Waffe und hatten gute Ergebnisse zu verzeichnen. André Buckschun sicherte sich diesen Titel mit einem starken Ergebnis von 29 Ring erst im 4. Stechen. Mit Bernd Hommann und Gustav-Adolf Buchholz hatte er starke Konkurrenz. Buckschun ist nicht im Schützenverein und zielte das erste Mal mit der Armbrust. Er freute sich besonders über den Titel, denn mit Sven Prieß ist sein Kumpel auch noch Schützenkönig und so konnten beide kräftig feiern. Die Ehrenscheibe konnte Gustav-Adolf Buchholz in Empfang nehmen und die neue Volkskönigin heißt in diesem Jahr Ellen Becker, die ihren Titel bereits das dritte Mal feiern konnte.
Beim anschließenden Tanzabend ließen alle Gäste die Könige hochleben und am nächsten Tag ging es bereits in die nächste Runde. In Otze trafen sich die Majestäten 2016, auswärtige Schützen und Gastvereine auf dem Festplatz und formierten sich zum Festumzug durch das Dorf. Die Musikgruppe „Wen die Musik kommt“ unter der Leitung von Günter Dreblow begleitete die Schützen und Vereine beim Scheiben anbringen. Nach dem anschließenden Platzkonzert und Kaffee und Kuchen ging das Programm am Abend mit einer Zeltdisco weiter.
Der Sonntag wurde dann besinnlicher und spätestens nach dem Zeltgottesdienst, dem Festessen für alle Bürger und Schützen und der anschließenden Kaffeetafel ging es dem Ende des Festes entgegen und schon heute ist der Festplatz am Heeg wieder leergefegt und die Zeit zwischen den Festen beginnt.