Ortswehr Hülptingsen war immer vorne mit dabei

Im Hintergrund beobachteten Alfred Baxmann, Gerald Hinz und Lutz Philipps (v.l.) die Beförderung von Vize-Ortsbrandmeister Kenneth Brockmann zum Hauptlöschmeister durch Heinrich Schlumbohm und Jörg Erhardt (v.r.). (Foto: Georg Bosse)
 
Nun Hülptingser Alterskamerad und von Heinrich Schlumbohm (l.) mit der Ehrennadel in Bronze ausgezeichnet – Hans-Heinrich Müller (r.). (Foto: Georg Bosse)

2015 insgesamt 4.308 freiwillige Einsatzsatzstunden geleistet

HÜLPTINGSEN (gb). Im vergangenen Jahr haben die 34 ehrenamtlichen Feuerwehrkameraden/innen, darunter fünf weibliche, der Freiwilligen Ortswehr Hülptingsen 33 Einsätze abgearbeitet. Auch sie wurden überwiegend zu Technischen Hilfeleistungen (19) gerufen. Aber auch zu fünf Gefahrguteinsätzen mit dem ABC-Zug Region Hannover Ost. Davon drei auf der A2.
Als Teil der Dekontaminationseinheit wurden die Hülptingser bei einem der ABC-Einsätze auf der „Warschauer Allee“ (A2) von einem SAT 1 regional-Kamerateam ins Bild gesetzt. Das Material führte Ortsbrandmeister Jörg Erhardt während seines Jahresberichts den anwesenden Kameraden/innen und Gästen vor: „Wir waren immer vorne mit dabei.“
Ebenfalls zu erwähnen sind zwei Einsätze zur Aufnahme und Registrierung der ankommenden Schutzsuchenden in der Erstaufnahmeeinrichtung „Sennheiser“ im Hülptingser Gewerbegebiet. „Für die Einsätze hatte uns die Region als Betreiberin der Unterkunft eine Wärmebildkamera (WBK) zugesagt. Aber wenn ich richtig informiert bin, müssen nur noch die US-Amerikaner zustimmen, ob die kleine Wehr Hülptingsen überhaupt eine WBK erhalten darf. Denn in ihr sind Chips verbaut, die auch in der Raketentechnik genutzt werden“, löste Erhardt bei den Zuhörern doch ein wenig kopfschüttelndes Erstaunen aus.
Die Erwähnung dieser Einsätze löste bei Bürgermeister Alfred Baxmann einen Appell an die Feuerkameraden/innen sowie an alle Burgdorfer/innen aus. „Wir sind als Stadt auf eure Hilfe bei den Herausforderungen angewiesen, für die Flüchtlinge menschlich anständige Lösungen zu finden. Wir bemühen uns, bei den Bauabsichten für neue Sammelunterkünfte unter dem Gesichtspunkt der Verteilungsgerechtigkeit die Kernstadt und die Ortschaften möglichst gleich zu belasten, um dann später in einen vernünftigen Sozialen Wohnungsbau für alle hineinzukommen.“ Der Feuerausschuss-Vorsitzende Gerald Hinz setzte hinzu: „Kein anderer als unsere Feuerwehrleute kann so motiviert an- und zupacken und hat darüber hinaus auch das nötige Organisationsgeschick und den hohen Sachverstand.“ Und der Erste Stadtrat Lutz Philipps unterstrich: „Deshalb ist es für ihre gefahren geneigten Tätigkeiten wichtig, die Ausrüstungen sowie die Ausbildung und Qualifikation weiter zu erhöhen. Was den Feuerwehren hilft, hilft auch der Stadt Burgdorf.“
Die sich wieder normalisierenden Beziehungen zwischen den Schützen und der Ortswehr war Schützenchef Gerd Berkhan einen „Gut Wehr“-Pokal wert. Der/die Sieger/Siegerin aus den Reihen der „Blauröcke“ soll den Pokal anlässlich des Hülptingser Schützenfestes (23. und 24. April) erstmals überreicht bekommen.
Ihren Ernennungen und Ehrungen von Ortsbrandmeister Jörg Erhardt und vom Stadtbrandmeister „am Bande“, Heinrich Schlumbohm (Ramlingen/Ehlershausen), bekamen Andreas Jarzynski und Karsten Moseler (zu Feuerwehrmännern), Kay-Uwe Klitzke (zum 1. Hauptfeuerwehrmann) sowie Vize-Ortsbrandmeister Kenneth Brockmann (zum Hauptlöschmeister) überreicht.
Die abschließende Ehrung für Ex-Ortsbrandmeister Hans-Heinrich Müller war für Jörg Erhardt ein besonderes Ereignis. Mit seiner Laudatio verabschiedete er Müller zu den Alterskameraden und überließ es dann Heinrich Schlumbohm, dem 63-Jährigen die Ehrennadel in Bronze für 43 Jahre Verdienste um das Feuerwehrwesen an die stolzgeschwellte Brust zu heften.