Ökumenische Versöhnung in St. Nikolaus

Pfarrer Martin Karras und Superintendentin Sabine Preuschoff gemeinsam im ökumenischen Gottesdienst. (Foto: Wolfgang Obst)

Katholiken und Protestanten feierten gemeinsam verbunden

BURGDORF (r/jk). Mit einem gemeinsamen Versöhnungsgottesdienst in der Pfarrkirche von St. Nikolaus haben katholische und evangelische Christen am vergangenen Sonntag eine Umkehr von der Jahrhunderte währenden Geschichte gegenseitiger Verletzungen und Abgrenzung auch hier in Burgdorf vollzogen. Bei dem Gottesdienst, der von Superintendentin Sabine Preuschoff und dem stellvertretenden Regionaldechanten des Dekantas Hannover, Pfarrer Martin Karras, zelebriert wurde, nahmen auch die Pastoren/Pastorinnen aller Kirchengemeinden Burgdorfs teil. „Wir feiern, liebe Schwestern und Brüder“, so Sabine Preuschoff und Martin Karras übereinstimmend, „diesen Gottesdienst gemeinsam. Wir wissen uns in Verbindung mit der Gottesdienstgemeinschaft und mit allen anderen, die ihn in gleicher Weise feiern. Wir wissen uns im Gebet verbunden mit Christinnen und Christen in allen Konfessionen. In der Vergangenheit haben die Jahrhundertfeiern der Reformation die Gräben zwischen den Konfessionen vertieft. Im Gedenkjahr 2017 soll es anders sein. Wir fragen nach den gemeinsamen Wurzeln, den wechselseitigen Herausforderungen und den verbindenden Zukunftsaufgaben. Unser Wille zur Profilierung war stärker als die Suche nach Gemeinsamkeiten. Heute bitten wir Gott um sein Erbarmen für das, was wir einander angetan haben. Wir danken Gott aber auch für das, was wir aneinander haben. Wir stehen gemeinsam vor dem Kreuz Jesu Christi. Ein einfaches Holzkreuz lag quer im Gang zum Altar.“
Im Verlauf des Gottesdienstes errichteten Marion Burk, Judith Rohde, Regina Seedorf und Franz-Ulrich Beutner das im Mittelgang als symbolische Sperre liegende Kreuz vor dem Altar. „Das liegende Kreuz war wie eine Sperre. Gemeinsam haben wir es aufgerichtet um den Weg der Trennung zu überwinden“, so die Superintendentin von St. Pankratius und der stellvertretende Regionaldechant des Dekanats Hannover.
Am Ende des Gottesdienstes sprachen die Liturgen eine Selbstverpflichtung aus, in der sie sich zusagten, im Vertrauen auf die Kraft des Heiligen Geistes weitere Schritte auf dem Weg zur sichtbaren Einheit der Kirchen zu gehen.