Neues Konzept für "Vielfalt"

Beim ersten Spielenachmittag in der Flüchtlingshilfe Rethmar hatten Groß und Klein viel Spaß.

Beratung und Treffpunkt nun zeitlich getrennt

VON DANA NOLL

RETHMAR. Die Seifenblasen findet die 4-jährige Hanana am allerbesten. Während Mutter Feroza und Tante Nilab gemütlich beisammen sitzen und sich unterhalten, ist die Kleine mit pusten und auffangen schwer beschäftigt und hat sichtlich großen Spaß.
"Wir starten heute den Treffpunkt mit einer ersten Aktion, einem Spielenachmittag", berichtet Christian "Chris" Wedekind. Jeden ersten Freitag im Monat, von 16 Uhr bis 18 Uhr, wird es nun eine Mitmach-Veranstaltung in den Räumlichkeiten der Flüchtlingshilfe in Rethmar, Hauptstraße 1, Haus 3 (ehemaliges BSA-Gelände), geben. Im März wird Osterdekoration gebastelt und im April ist ein Frühlingsfest geplant.
Seit April letzten Jahres gibt es den Treffpunkt "Vielfalt" als Austauschforum mit zusätzlichen Beratungsangeboten für Geflüchtete. Immer samstags wurden bislang Beratung und Raum für Begegnung angeboten. Bisher wurde vor allem die Beratung vor Ort gut angenommen. Auch festliche Angebote waren sehr beliebt. Das Begegnungsgeschehen hingegen war nur an wenigen Samstagen erfolgreich. Daher wurden Faktoren wie die Notwendigkeit von Beratung, Terminlage und die Häufigkeit von Angeboten neu berücksichtigt und zusätzlich bei bei den Geflüchteten hinterfragt. Dabei kam heraus, dass der Samstag als Termin eher schwierig war, da viele Geflüchtete zur Sehnder Tafel fahren oder auch nach Hannover, um hier besondere Lebensmittel einzukaufen. Generell ist die Zeit bei vielen durch Besuche von Weiterbildungsmaßnahmen sehr knapp.
So wurde das bisherige Konzept überdacht und man entschied sich, im neuen Jahr,
die Beratung und den Treffpunkt getrennt voneinander zu veranstalten. Beim ersten Treffen schien das neue Modell aufzugehen, denn nach und nach trudelten immer mehr Kinder mit ihren Eltern zum Spielenachmittag ein.
Die professionelle Beratung in Kooperation mit der Diakonie Land, vertreten durch Imke Fronia und Barbara Gebbe, wird an zwei Samstagen, jeweils von 11 Uhr bis 13 Uhr, im Monat vor Ort sein. An den beiden anderen Samstagen wird die Beratung durch die Flüchtlingshilfe Sehnde abgedeckt.