„Neue Sachlichkeit“ in der Burgdorfer Magdalenenkapelle

Nach Darstellung von Juliane Ische-Thoms war „Der Turm“ (1937) ihres Vater der Öffentlichkeit nur selten präsentiert worden. (Foto: Georg Bosse)

Ausstellungssaison 2016 mit Werken von Ernst Thoms eröffnet

BURGDORF (gb). Nach Reparaturarbeiten an der Magdalenenkapelle und dem Eintreffen des Frühlings sei es nun höchste Zeit die Ausstellungssaison 2016 zu eröffnen, begrüßte SCENA-Vorsitzender Dr. Matthias Schorr am vergangenen Freitag die Gäste der Vernissage mit Werken des niedersächsischen Malers Ernst Thoms (1896-1983).
Darüber hinaus bedankte sich Schorr bei der Tochter des Künstlers, Juliane Ische-Thoms, bei den privaten Leihgebern sowie beim Museum Nienburg/Weser, die mit ihrer Unterstützung diese Präsentation erst möglich gemacht hätten.
Ernst Thoms wurde in der Stadt Nienburg/Weser geboren, die ihn 1975 zum Ehrenbürger und 2014 zum Namensgeber eines Platzes machte. Thoms war während seiner Schaffenszeit maßgebliches Mitglied der hannoverschen Künstlergruppe der „Neuen Sachlichkeit“.
„Wir wollten einen neuen Anfang machen, nach allen Experimenten. Kein neuer Stil, eine neue Haltung. Als Prinzip der neuen Malerei: die Ordnung und das Humane. Ich habe den Ehrgeiz, ein deutscher Maler zu sein, mit allen Hässlichkeiten“, kennzeichnete er einmal seinen künstlerischen Ausdruck.
Wenn der Besucher durch die Tür Magdalenenkapelle tritt, fällt sein Blick sofort auf das großformatige, anspruchsvolle Gemälde „Der Turm“ (1937) vis-à-vis, das vom Motiv her dem „Turmbau zu Babel“ (1563) des niederländischen Malers der Renaissance, Pieter Bruegel der Ältere († 1569 in Brüssel), ähnelt.
Ein Besuch der Ausstellung „Ernst Thoms – Maler der Region“ ist noch bis zum Sonntag, 29. Mai, möglich. Bei freiem Eintritt jeweils samstags und sonntags von 14.00 bis 17.00 Uhr.