Neue Elektroladesäule an der BBS Burgdorf installiert

Strom tanken an der BBS Burgdorf (von rechts): Schulleiter Gerhard Klaus und Regionsdezernent Ulf-Birger Franz nahmen mit den Auszubildenden Alexander Jokers aus Hannover und Daniel Melching aus Hänigsen die neue Elektroladesäule in Betrieb. Gefördert wird die Stromtankstelle von enercity, vertreten durch Michael Koch-Schrand. (Foto: Daniela Rosendahl)

Ausbau des Innovations- und Zukunftszentrums für alternative Antriebssysteme

BURGDORF (r/jk). Zukunftsfeld Elektromobilität: An der BBS Burgdorf wurde eine Ladesäule für Elektrofahrzeuge installiert. Künftig können hier die schuleigenen Autos, die Fahrzeuge der Mitarbeiter sowie von weiteren registrierten Kunden Strom tanken. Das Projekt zum Ausbau des „Innovations- und Zukunftszentrums für alternative Antriebssysteme“ an der BBS Burgdorf wurde von Enercity unterstützt.
Die Gesamtkosten für Anschaffung und Montage betragen rund 15.000 Euro. Die BBS wird mit weiteren rund 3000 Euro Materialkosten die Infrastruktur an der Säule optimieren. „Wir werden - unterstützt durch die verschiedenen Abteilungen im Haus und über Projektarbeit mit unseren Schülern - die Säule überdachen, den Parkbereich pflastern und zugänglich machen“, beschreibt Koordinator Christoph Falkner das weitere Engagement der Schule.
„Die Region Hannover ist bereits jetzt ein wichtiger Standort für E-Mobilität“, sagte Ulf-Birger Franz, Dezernent für Wirtschaft, Verkehr und Bildung. „Damit wir die Entwicklung der alternativen und klimaschonenden Antriebstechnik weiter vorantreiben können, ist es natürlich wesentlich, dass Auszubildende praxisnah die zukunftsweisende Technologie kennen lernen. Die neue Stromtankstelle an der BBS Burgdorf ist ein konsequenter Schritt in diese Richtung.“
„Wir danken unserem Stromlieferanten, der Firma enercity, für die finanzielle Unterstützung in den kommenden drei Jahren am Betrieb dieser Ladesäule“, sagte Schulleiter Gerhard Klaus. Der Standort der Elektroladesäule zwischen den Berufsbereichen Fahrzeug- und Elektrotechnik und den Räumen des Beruflichen Gymnasiums Technik ist laut Klaus symbolisch zu verstehen. „Denn diese moderne Technik kann schulisch sowohl in der Fahrzeugtechnik, in der Elektrotechnik als auch bei der Vorbereitung auf ein Ingenieurstudium eingesetzt werden.“
An der neuen Ladesäule wird nicht nur einfach Strom getankt, sondern auch gemessen, geschult, fortgebildet. Nutzer müssen sich mit einer speziellen „Check-Karte“ an der Ladesäule autorisieren und ihre Fahrzeuge mit dem entsprechenden Ladekabel an der Säule anschließen. Mit Hilfe der Check-Karten-ID wird die geladene Energiemenge zugeordnet und über den in einem Unterrichtsraum platzierten Leitstand dokumentiert und abrechenbar gemacht. So können sich Auszubildenden neben dem Anschluss-, Lade- und Abrechnungsvorgang am Leitstand auch über Ladekennlinien, Energieströme und Energiemengen informieren.
„Heute liegt ein größeres Stück der schulischen Aufrüstung für die neuen Antriebstechniken seit dem Beginn der Investitionen in unsere Schule in den Jahren 2010/2011 hinter uns“, sagte der Schulleiter. „Wir haben aber sicher noch einen weiten Weg in die Elektromobilität vor uns und werden daher nicht auf dem heutigen Stand der Technik stehen bleiben, sondern die Entwicklung stetig weiter begleiten.“