Närrisches Treiben in St. Nikolaus

Die Frauen des Familienkreises. (Foto: Wolfgang Obst)
 
Die Zuckerpuppen. (Foto: Wolfgang Obst)

Lokal(e) Kirchenentwicklung einmal anders

BURGDORF (r/jk). „St. Nikolaus first“, das war die klare Ansage zur Lokalen Kirchenentwicklung von Petra Schulte und Magdalena Giebeler-Degro bei der traditionellen Faschingsveranstaltung.
Deutlich dann der Hinweis, dass Pfarrer Karras Lokal(e) Kirchenentwicklung schon richtig verstanden hat. Auf dem Kirchplatz steht eine Glühweinbude. Und da man künftig Ehrenamtliche bei der Stange halten muss, bekommen sie Titel verliehen. Die Küsterin wird zur Protokollchefin erhoben, die Pfarrsekretärin zur Kanzleramtssekretärin, Ulrich Ensinger, Vertreter der Pfarrgemeinde im Dekanatspastoralrat, darf sich künftig Nuntius nennen und der Gärtner führt den Titel Oberhofverwalter der Nikolausischen Gärten.
Im völlig ausverkauften Gemeindesaal hieß es in diesem Jahr „Die Welt ist bunt“. Und bunt wie die Welt kostümiert waren auch die rund 140 Gäste. Bunt wie die Welt präsentierte sich auch Wolfgang Mücher während der gut vierstündigen närrischen Sitzung in seiner Moderation. Eröffnet wurde der Reigen der Auftritte von den drei Gondolieri, die mit bekannten Karnevalsliedern das Publikum von den Stühlen riss.
Wie es am Frühstückstisch bei Wirz zugeht, dass präsentierten Angelika und Peter Wirz dann sehr anschaulich. Während er in seiner Zeitung vertieft ist, will sie mit ihm die alltäglichen Dinge eines Tages angehen. Was aber den Zeitungsleser nicht interessierte. Eine alltägliche Situation an vielen Frühstückstischen. Auch die sehr klare Ansage, dass sie nun zu ihrem Freund mit seinem Auto fahren werde, ließ den erfahrenen Ehemann nicht wach werden. Erst viel später vermisst er seinen Autoschlüssel.
Als Weltenbummler berichtete Wolfgang Hüßler in der Bütt über seine Begegnung mit dem IOC Präsidenten Thomas Bach. Bach hielt in Brasilien eine vielbeachtet Rede. Seine Worte „o o o o o“ irritieren jedoch die Anwesenden. Ein Funktionär machte Bach darauf aufmerksam, dass dieses doch die olympischen Ringe seien, die er, Bach, da vorlese. Nicht ganz jugendfrei war der Hinweis von Hüßler, dass es jetzt auch Kondome für Beamte gäbe, nämlich welche mit Bewegungsmelder. Auch berichtete der Weltenbummler darüber, dass er dem kommenden Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier bei einem Bankett gegenüber gesessen habe und dieser einen Löffel in seiner Jacke habe verschwinden lassen. Auch Hüßler wollte einen solchen Löffel in Erinnerung an diesen Abend an sich nehmen. Dabei stellte er sich jedoch ziemlich tölpelhaft an, so dass die Gesellschaft auf ihn aufmerksam wurde. Hüßler aber rette die Situation, indem er den Anwesenden einen Trick vorführte. Er ließ seinen Löffel in seiner Jacke verschwinden und holte ihn bei Steinmeier wieder raus.
Für afrikanischen Trommelwirbel sorgten dann Andre Muangas und die Glory Drummers. Perfekt hingelegt waren der spanische Fächertanz der Zuckerpuppen und die Tanzeilagen im Cafe Oriental. Die Frauen des Familienkreises erklärten den staunenden Männern, was die Handtasche für eine Frau bedeutet und das sie bisher nicht wussten, wo der Urlaubsort Balkonien liege, nämlich in der diktatorischen Burgdorfer Weststadt.
Über Freud und Leid eines Stuntmans berichtete Detlef Abeling. Robert Hafke in der Bütt war wieder einmal Garant für strapazierte Lachmuskeln. Als Jungsenior berichtete er darüber, dass nun nicht mehr alles so ginge wie früher. Nicht fehlen durften „Die Machos“. Über die Ergebnisse ihres Internationalen Machohilfswerks gab es nur großes Staunen. Es ging wieder einmal fröhlich und ausgelassen zu, im Pfarrheim der katholischen St. Nikolaus Pfarrgemeinde.