Nachwuchs trotzte den eisigen Temperaturen

Die Kinder kämpften sich bei eisigen Temperaturen durch die 1.600 Meter.
 
Medaillen und Urkunden für die Erstplatzierten Herren im Hauptlauf, Haftom Weldaj (1. Platz, Mitte), Michael Kendelbacher (2. Platz, links) und Andreas Solter (3. Platz).

Volkslauf rund um den Altwarmbüchener See mit 421 Teilnehmern

VON DANA NOLL

ALTWARMBÜCHEN. Das Aufwärmen war für die Starter beim Volkslauf wichtiger denn je. Denn bei den eisigen Temperaturen musste der Körper erst einmal "auf Betriebstemperatur kommen", erklärte uns ein Läufer schmunzelnd. Dafür blickte ab und zu die Sonne mal durch und die Strecke war weitestgehend schneefrei.
Die Besucher standen dick eingemummelt am Rand, das Klatschen fiel dieses Mal etwas spärlicher aus, da man sich an Tassen mit heißem Tee oder Kaffee festhielt. Dafür wurde lautstark beim Start angefeuert.
Insgesamt 421 Teilnehmer starteten zum Volkslauf rund um den Altwarmbüchener See – deutlich weniger als im Vorjahr. Die Grippewelle und die eisigen Temperaturen waren womöglich der Grund, dass über 200 Läufer weniger als im Vorjahr an den Start gingen. In 2017 gab es mit 649 Athleten einen Teilnehmerrekord. Dennoch waren die Starter hochmotiviert und für die Witterungsverhältnisse war es durchaus ein gutes Teilnehmerfeld.
Beim Hauptlauf über 10,8 Kilometer über drei Runden kam bei den Damen Lisa Huwatschek von Hannover 96 mit 0:43:30 als Erste ins Ziel. Laura Wimmer von V-Sports K.S.V. schaffte es mit 0:45:08 als Zweite ins Ziel, dicht gefolgt von der Drittplatzierten Justyna Czupriniak vom SC Polonia Hannover mit 0:46:39.
Bei den Herren siegte Haftom Weldaj vom TSV Pattensen mit einer sagenhaften Zeit von 0:36:08 vor Michael Kendelbacher vom Körperwerk Gehrden mit 0:36:51. Andreas Solter vom LAC Langenhagen kam nur fünf Sekunden später als sein Vorgänger ins Ziel und landete damit, wie auch schon im Vorjahr, auf den dritten Platz. Insgesamt gab es bei den Damen im Hauptlauf 59 Finisher und 151 bei den Herren.
Der 7,2 Kilometer Lauf über zwei Runden rief 83 Athleten an den Start. Dorothee Polte von Hannover 96 Triathlon kämpfte sich auf das Siegertreppchen in glatt 30 Minuten. Silber ging an Frauke Albrecht (0:31:16) und Bronze an Raphaela Koch (0:31:26). Bei den Herren kam Pascal Terbezwk von Hannover Athletics auf den ersten Platz mit 0:25:01. Dicht dahinter Christian Ernst von Liebes Lauftagebuch mit 0:25:37 gefolgt von Jan Sievers vom SG Bredenbeck mit 0:26:09.
Beim 1-Runden-Lauf über 3,6 Kilometer setzte sich Svenja Holenburg vom VFL Eintracht Hannover mit 0:15:14 an die Spitze. Dahinter kam Sarah Vollkommer mit 0:15:32 ins Ziel. Auf den dritten Platz folgte Joanna Jedrzejewska von Hannover Athletics mit 0:15:51.
Die Jüngsten, die beim Kinderlauf an den Start gingen, verdienten besonderen Respekt. Nicht nur, dass es bitterkalt war, sie mussten auch ein paar Minuten mehr ausharren, denn der Start verzögerte sich. Und so waren Eltern, Großeltern und Trainer gefragt, die Kinder in Bewegung zu halten. Als endlich der Startschuss fiel, zeigte der Nachwuchs, auf den 1.600 Metern, was in ihm steckt. Für die Eltern lohnte es sich in der Zwischenzeit nicht, einen Kaffee holen zu gehen, denn das erste Mädchen kam schon nach 6 Minuten und 54 Sekunden ins Ziel. Giovanna Burlone vom SG Misburg schaffte es auf das Siegertreppchen vor Anna Graf (0:07:26) und Enie Jochim vom MTV Rethmar (0:07:47).
Die Jungen waren noch ein bisschen flotter und Leonardo Burlone - im Vorjahr noch Zweiter - ebenfalls vom SG Misburg kam in 6 Minuten durch das Ziel. Auf Platz 2 landete nur 16 Sekunden später Teamkollege Felix Aper vor dem Drittplatzierten Till Weselmann vom SV Burgwedel Triathlon (0:06:46). Insgesamt gingen 34 Mädchen und Jungen an den Start.
Bei den Walkern traten zehn Sportler an. Hier siegte Astrid Pollok vom VT Rinteln (0:52:47) vor Ute Melzian vom TuS Altwarmbüchen (0:59:34) und Christina Bock vom TV Hude (0:59:53). Die drei teilnehmenden
Herren verteilten die Plätze wie folgt unter sich: Michael Heine vom Team Erdinger Alkoholfrei (0:52:28) siegte vor Johannes Woll (0:54:43) und Ulrich Wehrmann (0:59:53).