Nach dem Jahresrückblick kam die Rücktrittserklärung

Weil er das Amt eines Ortsbrandmeisters wegen beruflicher Belastung nicht „halbherzig“ fortführen wollte, trat Tim Kories nach nur drei Jahren von dieser Funktion zurück. (Foto: Georg Bosse)

Ortsbrandmeister Tim Kories tritt aus beruflichen Gründen zurück

OTZE (gb). Nun wissen es alle. Nach nur drei Jahren als Ortsbrandmeister von Otze gab Tim Kories anlässlich der jüngsten Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Ortswehr seinen Rücktritt zum 1. April offiziell bekannt.
Dass ihm diese Entscheidung nicht leicht gefallen war, wurde bei seiner Begründung für diesen Schritt deutlich: „Durch berufliche Veränderungen fehlt mir künftig einfach die Zeit, diese ehrenbeamtete Funktion ordentlich auszufüllen. Und „halbherzig“ möchte ich es nicht machen.“ Für diese faire und konsequente Haltung erhielt Kories vom anwesenden Bürgermeister Alfred Baxmann und Ortsbürgermeister Carl Hunze, vom Feuerwehrausschussvorsitzenden Gerald Hinz sowie von Stadtbrandmeister Heinrich Schlumbohm (Ramlingen/Ehlershausen) den verdienten Respekt. Vize-Ortsbrandmeister Jan Bertke wird die Amtsgeschäfte vorerst kommissarisch übernehmen.
Zuvor hatte Tim Kories seinen Bericht zu den Einsätzen 2015 abgeliefert. Demnach mussten die Otzer Feuerwehrleute im vergangenen Jahr insgesamt 30 Einsätze (+11) abarbeiten. Neben sieben Feueralarmierungen hatte auch die Otzer Ortswehr mit kräftig steigenden Technischen Hilfeleistungen (20) zu tun. Alles in allem bilanzierte der scheidende Ortsbrandmeister 6.526 ehrenamtliche Arbeits-, Dienst- und Einsatzstunden.
Auch bei seinem achten Besuch einer Burgdorfer Feuerwehrversammlung kam Alfred Baxmann seiner wichtigsten Pflicht nach, allen Otzer Feuerwehrmännern und -frauen Dank für ihren freiwilligen Dienst im Dienste des Gemeinwohls zu sagen: „Im Gegensatz zu Einwohnern, die größtenteils eher nur fordern, sind die Feuerwehrleute Bürger, die sich für ihre Gemeinschaft engagieren. Davor muss man den Hut ziehen und Respekt haben.“
Dem konnte Carl Hunze in seinem Grußwort nur beipflichten: „Zum Dorfleben gehört nun mal Gemeinschaft. Unsere Feuerwehr ist immer dabei – bei der Feuerbekämpfung und beim gemeinsamen Feiern.“ Und Gerald Hinz betonte, dass es den Feuerwehrleuten hoch anzurechnen sei, wie selbstverständlich Verantwortung für Menschen und Material zu übernehmen.
Die üblichen Ernennungen nahmen Heinrich Schlumbohm, Tim Kories und sein Stellvertreter Jan Bertke gemeinsam vor. Befördert wurden Leon Berndt und Ivo Schirmer (zu Hauptfeuerwehrmänner), Markus Kurowski (Löschmeister) und Vize-Ortsbrandmeister Jan Bertke (Hauptlöschmeister).
Urkunden und Ehrenadel erhielten Rüdiger Hinte und Otto Raguse für 50-jährige Treue zum Feuerwehrwesen. Und Reinhard Lüssenhop sowie Wilfried Scholze wurden zu dem Alterskameraden verabschiedet.