NABU-Veranstaltung zum „Lebenselixier Wasser“

Auf Einladung des NABU Burgdorf, Lehrte & Uetze referierte Sandra Ramdohr (r.) zum Thema „Gutes Wasser, unser Lebenselixier – eine Selbstverständlichkeit?“. (Foto: Georg Bosse)

Bewusster Umgang mit Wasser ist gut, übermäßiges Wassersparen Quatsch

BURGDORF (gb). Wasser ist das wichtigste Element allen Lebens auf der Erde. Darüber hinaus spielt Wasser in Märchen, Mythologien und Religionen eine große Rolle. Wasser, besonders das Trinkwasser, ist aber auch eine Handelsware. Unter dem fragenden Titel „Gutes Wasser, unser Lebenselixier – eine Selbstverständlichkeit?“ warf Sandra Ramdohr vom Wasserverband Peine einen Blick auf das Nass, dass uns „rund um die Uhr“ lieb geworden ist.
Sandra Ramdohr war auf Einladung des NABU Burgdorf, Lehrte & Uetze ins Jugend- und Kulturzentrum JohnnyB. gekommen, um vor gut 30 Zuhörern unter anderem die Fragen „Wie wird aus Grundwasser gutes Trinkwasser?“ und „Wie steht es um das Wassersparen?“ zu beantworten. Für die Trinkwasserversorgung betreibt der Wasserverband Peine, der eine Körperschaft des öffentlichen Rechts ist, 44 Gewinnungsanlagen – zu 86 Prozent aus Grundwasser und zu 12 Prozent aus den Harz-Talsperren.
Pro Kopf und Tag verbrauchen die Deutschen durchschnittlich 120 Liter. In Europa ist der Verbrauch (Kopf/Tag) mit 100 Litern in Polen am niedrigsten. In Frankreich hingegen sind es 164 Liter (Kopf/Tag). Im Tätigkeitsbereich des Wasserverbandes Peine wird die Trinkwasserversorgung der angeschlossenen Haushalte hauptsächlich über Grundwasser sichergestellt.
„Keine Sorge. In Norddeutschland gibt es genügend Ressourcen“, machte die Fachfrau klar. Anfang der 1990er Jahre lag der Wasserverbrauch (Kopf/Tag) in Deutschland noch bei 144 Litern. Seitdem setzte richtigerweise der bewusstere Umgang mit Wasser ein. „Aber übermäßiges Wassersparen ist Quatsch“, betonte Sandra Ramdohr. In der jüngeren Vergangenheit seien jedoch trotz des sinkenden Wasserverbrauchs die Preise gestiegen – warum eigentlich! „Weil die konstanten bzw. steigenden Instandhaltungs- und Betriebskosten auf eine geringerer Menge „Ware“ Wasser umgelegt werden müssen“, war die Antwort von Sandra Ramdohr. Mal ganz abgesehen davon, dass weniger und schlechter ablaufendes Wasser die Entstehung giftiger Gase und Krankheitserreger fördert sowie die Bildung nicht weggespülter Ablagerungen den Abwasserabfluss behindert. Mittlerweile sind früher verlegte Abwasserrohre sowie Kanalisation und Klärwerke überdimensioniert.
Übrigens – wer zum Durststillen „stilles Mineralwasser“ bevorzugt, kann dazu getrost das hiesige Leitungswasser nutzen.
Am 22. März ist Weltwassertag, um auf die Bedeutung des „flüssigen Schatzes“ als Lebensgrundlage für Mensch und Natur nachhaltig aufmerksam zu machen.