NABU stellte Amphibienschutzzaun auf

Bernd Rose (li.) zeigt an, wo lang der Krötenschutzzaun in der Nähe von Ramlingen aufgestellt werden soll. Foto: Georg Bosse (Foto: Georg Bosse)

Erdkröten beginnen langsam mit der Wanderung zu ihren Laichgewässern

RAMLINGEN/ENGENSEN (gb/jk). Etwa ein Dutzend Mitglieder des NABU-Stadtverbandes Burgdorf, Lehrte und Uetze haben am vergangenen Samstag zwischen Ramlingen und Engensen einmal mehr einen Krötenschutzzaun aufgestellt. Am heutigen Sonnabend ist der Schutzzaun in Richtung Engensen vom NABU Burgwedel-Isernhagen vervollständigt worden.
Wenn es langsam Frühling wird, zieht es Amphibien - hier sind es überwiegend Erdkröten - aus den Winterquartieren zu ihren Laichgewässern. Die kalte Jahreszeit haben sie im Walderdreich vergraben entlang der K117 überstanden. Wie viele es sein werden, kann nicht genau gesagt werden. „Die Kröten graben sich bis maximal 20 Zentimeter in die Erde ein. Weil wir diesen Winter eine strenge Frostperiode hatten, sind wahrscheinlich etliche erfroren“, erklärt Bernd Rose vom ehrenamtlichen NABU-Team.
Im vergangenen Jahr hatten die NABU-Kollegen aus Burgwedel und Isernhagen allein an zwei März-Tagen zur Hauptwanderzeit 421 Erdkröten mit Hilfe des Zaunes auf dem Burgwedeler Gebiet gefangen und dann sicher übergesetzt. „Neben den Erdkröten wurden auch Teich-, Moor- und Grasfrösche, Teich- und Kammmolche, Knoblauchkröten, Ringelnattern sowie Laufkäfer aus dem Fangnetz geholt", teilte Horst Hagenberg vom NABU Burgwedel-Isernhagen mit.
Sobald die Nachttemperaturen bei sieben Grad Celsius liegen, kommt Bewegung in die Sache. Bei den Kröten ziehen die Männchen zuerst los und warten unterwegs auf die deutlich größeren Weibchen. Bei ihrer gemeinsamen Wanderung müssen sie häufig Straßen überqueren und werden bei dieser Gelegenheit oftmals überfahren.
Rund 500 Meter ist der Amphibienschutzzaun allein auf der Burgdorfer Seite lang, mit dessen Aufstellung die die NABU-Aktivisten auf Höhe des Ramlinger Waldbades begannen. Am Fangzaun fallen die „Wandergesellen“ in Eimer und werden dann von den Natur- und Tierfreunden an Kontrolltagen über die K117 getragen, wo sie ihren Weg hoffentlich unbehelligt fortsetzen können.