NABU empfiehlt Naturfilm-Erlebnis in der "Neuen Schauburg" Burgdorf

Auf eine fantastische Reise in die Welt der wilden Vögel (hier ein Szenenfoto) nimmt die gleichnamige filmische Naturdokumentation am 12. Januar ab 11.00 Uhr und am 15. Januar ab 20.00 Uhr die Besucher in der "Neuen Schauburg" Burgdorf mit. Der NABU Burgdorf, Uetze, Lehrte empfiehlt: "Unbedingt anschauen!". (Foto: Hans-Jürgen Zimmermann)
Burgdorf: Neue Schauburg |

Deutschlands wilde Vögel erobern die Kinoleinwand . . .

BURGDORF (r/kl). Am Sonntag, 12. Januar, ab 11.00 Uhr ist die "Neue Schauburg" Treffpunkt der Natur- und insbesondere der Vogelliebhaber, denn der Kinofilm „Deutschlands wilde Vögel“, dessen Besuch auch vom Naturschutzbund (NABU) Burgdorf, Uetze, Lehrte empfohlen wird, weckt in aufsehenerregenden Bildern die Entdeckerfreude in der Natur. Nochmals zu sehen im Burgdorfer Lichtspieltheater in der Feldstraße ist die filmische Vogelexkursion, in der auch NABU-Vogelreservate vorgestellt werden, am Mittwoch, 15. Januar, ab 20.00 Uhr.
Wie groß das Interesse an der Vogelwelt ist, bewies auch die Beteiligung an der NABU-Mitmachaktion "Stunde der Wintervögel", bei der am vergangenen Wochenende Vogelfreunde auch in Niedersachsen aufgerufen gewesen waren, alle innerhalb einer Stunde gezählten Gefiederten im Garten, Kleingarten oder Park zu notieren und an den NABU zu melden.
"Die Beteiligung ist bislang wie auch im Vorjahr außerordentlich hoch", bilanzierte Dr. Holger Buschmann, NABU-Landesvorsitzender am Dienstag: "Heute morgen hatten wir bereits die Meldungen von über 4.700 Teilnehmern erhalten, ein fantastischer Wert, denn es wurden über 140.000 Vögel in mehr als 3.300 Gärten gezählt", freut sich Dr. Buschmann. "Das bedeutet neben den Hinweisen, die wir auf Trends bei den Garten- und Parkvögeln unserer Heimat bekommen, auch, dass sich diese Menschen intensiv mit der Vogelwelt, der Natur und dem Naturschutz beschäftigt haben, ein wunderbarer Effekt in Zeiten schwindender Artenkenntnis! Denn: Nur was ich kenne, kann ich auch schützen", begründet der Landesvorsitzende den umweltpädagogischen Effekt der Aktion, wie ihn der NABU auch bei der Film-Doku sieht.
Und die bietet am 11. und 12. Januar in der "Neuen Schauburg" (Telefon 05136/45 53), spektakuläre Filmaufnahmen:
Wilde Flamingos im Landeanflug auf einem See in Nordrhein-Westfalen, exotische
Sittiche als Neubürger in einem Wiesbadener Park oder Haubentaucher im
Prachtkleid bei ihrer Balz an einem See in der Eifel – mit seinem neuen Kinofilm
„Deutschlands wilde Vögel“ nimmt der erfahrene Tierfilmer Hans-Jürgen
Zimmermann seine Zuschauer mit zu seinen besten Beobachtungsplätzen in
Deutschland.
Hautnah sind die Kinobesucher dabei, wenn Seeadler auf Fischfang auf den
Feldberger-Seen in Mecklenburg-Vorpommern gehen. Oder sie tauchen ein ins El
Dorado der Kraniche, der Rügen-Bock-Region. Wenn sich Zehntausende der „Vögel
des Glücks“ in die Lüfte erheben, ist das ein Erlebnis mit Gänsehautcharakter. Und
das können die Natur- und Vogelliebhaber nicht nur vom Kinosessel aus verfolgen.
Denn Zimmermanns Film ist zugleich ein Leitfaden zum Selbstentdecken.
Die eindrucksvollen Bilder seiner Entdeckungsreise in die artenreiche Welt der wilden
Vögel verbindet er mit zahlreichen Tipps. Er verrät die besten zehn Beobachtungs-
Plätze in acht Bundesländern, die sich auch für Familienausflüge hervorragend
eignen. „Ich möchte die Aufmerksamkeit wecken für die Wunder direkt vor der
Haustüre und zeigen, wie facettenreich die reale Vogelwelt ist. Die
Vogelbeobachtung könnte zu einer beliebten Freizeitbeschäftigung werden, wenn
einmal die Begeisterung geweckt ist“, sagt der renommierte Natur- und Tierfilmer,
dessen erster Kinofilm „Geheimnisse des Waldes“ bereits eine breite Fangemeinde
vor die Leinwände lockte.
Das Besondere an Zimmermanns filmischer Perspektive ist die virtuose Komposition
der natürlichen Schönheiten. Statt Effekthascherei lässt er auch Stille zu, in der
manchmal nur das Staksen der Wasservögel am Steinhuder Meer, das Rascheln des
Schilfs entlang des Stegs am Federsee – dem Refugium der Bartmeisen – oder das
Flügelschlagen der seltenen Großtrappen im brandenburgischen Havelland zu hören
sind. „Ich möchte vermitteln, wirklich zu sehen und zu hören“, beschreibt er sein
Anliegen.
Mit Olaf Pessler, einem der bekanntesten Sprecher für Naturdokumentationen, gerät
der 98minütige Film zu einer unterhaltsamen und informativen Entdeckungsreise.
Und die soll schon bald fortgesetzt werden, denn der zweite Teil über „Deutschlands
wilde Vögel“ ist bereits in Arbeit und soll im Herbst nächsten Jahres in die Kinos
kommen. Dann nimmt Zimmermann, der auf 170 TV-Natur- und Tierfilmproduktionen
zurückblicken kann, seine Zuschauer mit in die Alpen, nach Helgoland, ins
Wattenmeer oder zum Kaiserstuhl.
NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann über den Film:
Hans-Jürgen Zimmermann ist mit „Deutschlands wilde Vögel“ ein wunderbarer Film
über die artenreiche Vogelwelt unseres Landes gelungen. In beeindruckenden,
unverfälschten Bildern zeigt der Film Vögel, die hier in Deutschland beobachtet
werden können, und führt uns anschaulich vor Augen, für welche Schätze der Natur
wir hier Verantwortung tragen.
Der Film wird viele Menschen inspirieren, selbst einmal auf Entdeckungsreise zu
gehen, um die faszinierenden Vögel im Garten oder am nächsten See zu
beobachten oder Deutschlands letzte Großtrappen im Havelland zu bestaunen. Aus
dem Staunen und Erleben erwächst dann das Bedürfnis, Vögel und ihre
Lebensräume für nachfolgende Generationen zu schützen. Daher stellt ein Film wie
„Deutschlands wilde Vögel“ für die Arbeit des NABU eine sehr wichtige Unterstützung dar.