„Mullewapp 2“ und „bunte Gruppe“ zogen ins neue Haus 3 ein

Das „Haus 3“ auf dem Gelände der Lebenshilfe e.V. Burgdorf bietet Platz für 2 Gruppen. (Foto: Dana Noll)

Kinder mit und ohne Handicap zeigen, „wie normal es ist, anders zu sein“

BURGDORF (dno). Mit einer kleinen Feierstunde wurde das neue Haus 3, auf dem Gelände der Lebenshilfe e.V. Burgdorf, eingeweiht. Zahlreiche Gäste aus Rat und Verwaltung sowie Eltern und Mitarbeiter waren gekommen, um Glückwünsche und Geschenke zu überbringen und auf den gelungenen Neubau für die Kinder, anzustoßen.
„Es braucht Motivation, Geld, Geduld und Verständnis, um ein solches Projekt umzusetzen. Doch jeder Euro und Schweißtropfen hat sich gelohnt“, so Burgdorfs Bürgermeister Alfred Baxmann bei seinem Grußwort.
Das Haus 3 wurde bereits zum 13. August 2015 fertiggestellt und bezogen. Nach gut einem halben Jahr Bauzeit sind hier nun eine heilpädagogische KiTa-Gruppe, die „bunte Gruppe“ mit etwa sechs Kindern im Obergeschoss und die kooperative KiTa-Gruppe, „Mullewapp 2“, mit derzeit etwa 16 Kindern im Untergeschoss, untergebracht. Weiterhin findet sich im Haus 3 das Büro des Leiters des Familienentlastenden Dienstes sowie die Ergotherapie. In den hellen, großen Räumen ist viel Platz zum Toben und Spielen. Rutsche, Kletterturm, Kuschelzonen, Maltische und viele Spielsachen lassen keine Langeweile aufkommen.
„Hier kommt Lebensfreude zum Ausdruck, Inklusion und Integration werden in den Räumen tagtäglich gelebt“, so Baxmann.
Doch diese positive Entwicklung war nicht immer absehbar. Nach Gründung der Lebenshilfe Burgdorf vor knapp 50 Jahren wurde 1973 das Haus 1 bezogen, das als Tagesbildungsstätte noch die Schulpflicht erfüllen musste. Vom Bedarf wurde man förmlich „überrollt“. So gründete sich in den 80er Jahren ein integrativer Spielkreis und das Interesse an Plätzen nahm weiter zu. Container bildeten die Notlösung bevor das Haus 2 im Jahre 1998 seinen Dienst aufnehmen konnte. Hier werden die Kleinsten, die Krippenkinder in der „Rappelkiste“ betreut und die KiTa-Gruppe „Mullewapp 1“, die auch ein „bisschen an diesem Nachmittag mit eingeweiht wurde“.
„Das Projekt hat eine beeindruckende Entwicklung von 1969 bis heute genommen“, so Baxmann. Das Angebot für die derzeit 94 Kinder ist groß. Schwimmen, reiten, tanzen sowie vor allem gemeinsam spielen und individuell fördern – hier ist Inklusion selbstverständlich. „Vielfalt ist normal. Nicht jeder ist gleich, aber gleich viel Wert“, so eine Vertreterin des Elternrates.