MoGo lockte 60 Biker an den Start

Über 60 Biker gingen in Ahlten bei der MoGo an den Start.

Gottesdienst zum Thema „Du siehst mich“ in der Martinskirche

LEHRTE/AHLTEN (dno). Mathilde Kost zählte 60 Maschinen, die in Ahlten bei der MoGo Tour an den Start gingen. Die Rentnerin sitzt seit vielen Jahren „in der ersten Reihe“, vis-á-vis vom Martinshaus, und zählt die Motorräder, die einmal jährlich zum Saisonende durch den Ort knattern. Noch im letzten Jahr gingen über 160 Biker an den Start. „Das liegt wohl am Wetter“, erklärte Harry Janning von den Ahltener Motorradfreunden. Obwohl zur Rundfahrt die Sonne heraus kam, startete der Tag verregnet und grau. „Das schreckte wohl einige Fahrer ab“, mutmaßte er. Die Teilnehmer kommen mittlerweile nicht nur aus Lehrte, Burgdorf, Hannover und Umgebung, sondern auch aus Braunschweig, Göttingen, Salzgitter, Königslutter und sogar aus Bremen „Wenn das Wetter dann nicht stimmt, wird auf eine Anreise verzichtet“, so Janning.
Bereits zum 8. Mal lud die Martinskirchengemeinde Ahlten gemeinsam mit den Ahltener Motorradfreunden zu einem Motorradgottesdienst (MoGo) am Martinshaus in Ahlten ein. Nach der gut 1,5-stündigen Tour, die in Ahlten startete und über Kolshorn, Röddensen, Burgdorf, Haimar, Lehrte und Wassel führte, fand am Nachmittag der MoGo statt.
„Die gemeinsame Ausfahrt mit den vielen Maschinen ist ein besonderes Erlebnis“, so Pastor Henning Runne, der mit seiner Suzuki in der ersten Reihe startete. Seit sieben Jahren nimmt er aktiv als Biker an der Tour teil. „Ich habe mal einen Motorradgottesdienst in Hamburg erlebt und dachte, dass könnte man auch in Ahlten machen. Im ersten Jahr musste ich aber noch im Beiwagen Platz nehmen, das wollte ich kein zweites Mal“, schmunzelte Runne.
Unter dem diesjährigen Motto „Du siehst mich“ gedachte Pastor Henning Runne, im anschließenden Gottesdienst all denen, die in dieser Saison verunglückt sind und bat um Schutz und Begleitung.
„Die Nachricht von dem tödlich verunglückten Biker ist noch gar nicht so lange her. Eine Frau hatte am Straßenrand geparkt, die Autotür geöffnet und den Motorradfahrer nicht gesehen. Für den Biker war keine Chance mehr, zu reagieren. Solch eine Meldung macht jeden Motorradfahrer betroffen – nicht zuletzt auch deshalb, weil wohl jeder von uns schon mal in einer ähnlich brenzligen Situation war. Dann denkst du nur noch. „O Mann, Gott sei Dank, es ist noch mal gut gegangen!“, so Pastor Henning Runne, „Wir wissen, wie wichtig es ist, aufmerksam zu fahren, Motorradfahrer und andere Verkehrsteilnehmer nicht zu übersehen. Du siehst mich! – dieser Satz stammt auch aus der Bibel. Gemeint ist Gott, der uns ansieht, nicht autoritär von oben herab, sondern vielmehr wahrnehmend und erkennend, in welche Gefahren ich gerate, der mir Mut macht, auf der Strecke zu bleiben und der mich erinnert, risikofreudig, aber nicht riskant zu fahren.“
Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung wie immer von der Kirchenband „Die Martinis“