"Mit Musik geht alles besser"

Musik liegt der Familie Elger am Herzen, hier beim Proben für das Neujahrskonzert, begleitet von Inga Busche (3.v.r.).

Siegtraut Elger wird als langjährige Vorsitzende des Fördervereins verabschiedet

SEHNDE (dno). Wenn Siegtraut Elger ihrer Familie beim Musizieren zuschaut, dann ist sie erfüllt von "Freude und Dankbarkeit". "Mit Musik geht eben alles besser", erzählt uns die Sehnderin. Dieses Herzensmotto konnte sie auch an ihre drei Kinder Harriet, Bernice und Gordon sowie an ihre Enkelkinder weitergeben.
Ihr beiden Töchter sangen schon in jungen Jahren im Mädchenchor. Harriet Elger unterrichtet zudem Musik an einem Gymnasium in München. Ein Großteil der Enkelkinder spielt ein Instrument und teilt die Leidenschaft zur Musik mit der Familie. "Auch bei Jugend musiziert waren sie mehrfach erfolgreich", berichtet die stolze Oma. Die jährlichen, kirchlichen Musikveranstaltungen wie beispielsweise das Neujahrskonzert am vergangenen Epiphaniastag in der Sehnder Kreuzkirche sind ein "Familienprojekt". Neben verschiedenen jungen und erfahrenen Künstlern sorgten hier vor allem ihre talentierten Enkel Constanze, Katharina, Clarissa, Vincent, Kilian, Anselm und "Kücken" Celestin für einen ganz besonderen Hörgenuss. Neben Tochter Harriet begeisterte auch ihr Schwiegersohn, der Münchner Pianist Anton Kölbl mit dem festlichen und brillanten Orgelkonzert 71,7 in B-Dur von Georg Friedrich Händel für Orgel und Orchester - eine persönliche Hommage an die Sehnder Kreuzkirchenorgel!
"Das ist wirklich die Königin aller Instrumente. Nicht umsonst wurde sie von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt", erzählt Siegtraut Elger, "Mit Unterstützung von Violine, Bratsche, Violoncello und diversen Flöten konnte die Orgel ihre Vielfältigkeit zeigen."
Auf die Orgel ist die 80-jährige besonders stolz. So war deren Aufarbeitung eines der Projekte des Fördervereins. "Und da sind in 22 Jahren so einige zusammen gekommen", berichtet Siegtraut Elger schmunzelnd. Ob für Gehwege und Beleuchtung für den Kirchhof, einen Rasenmäher, die wunderschöne Krippe oder das gelungene Altarbild, der Förderverein engagierte sich - und vorneweg die 1. Vorsitzende Siegtraut Elger, die mit Engagement und Herzblut von ihrem treuen und langjährigem Team getragen wurde.
"Da fällt der Abschied natürlich nicht ganz leicht", erzählt sie uns. Zumal die Funktion der 1. Vorsitzenden noch nicht besetzt werden konnte. "Doch wenigstens sind die anderen Posten besetzt und die Arbeit des Fördervereins kann weiter gehen."
Nach den Neuwahlen im Sommer 2017 wurde Sonja Werner zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Die Rolle der Kassiererin übernahm Maren Ohrndorf, neue Schriftführerin ist Christa Müller. Kassenprüfer Fritz-Eberhard Koch wird nun von Karin Haase unterstützt. Pastor Uwe Büttner bleibt als Beisitzer Bindeglied zwischen Kirchenvorstand und Förderverein.
"Ich hatte immer große Freude an der Selbstgestaltung", erklärt Elger, "Die vielen Projekte und kreativen Möglichkeiten haben mir immer viel Raum gegeben und großen Spaß gemacht!"