Mit Investitionen, Spaß und Fleiß zum Erfolg

Firmenchef Georg Parlasca erklärt den Erfolg der gleichnamigen Burgdorfer Keksfabrik mit ständigen Anpassungen an die Märkte sowie mit dem Spaß und Fleiß seiner Mitarbeiter/innen an ihrer Arbeit. (Foto: Georg Bosse)

Auch wenn Parlasca nicht draufsteht ist doch Parlasca drin

BURGDORF/ALTKREIS (gb). Burgdorfer Spanienurlauber, die an den traumhaften Küstenregionen, auf den Balearen oder Kanaren sowie in den Markthallen von Barcelona oder Málaga vielleicht einen („Saula“-)Cáfe con Leche (Milchkaffee) mit kleiner Gebäckbeilage genossen haben, werden wohl nicht geahnt haben, dass das leckere Knusperchen eventuell aus der heimatlichen Georg Parlasca Keksfabrik stammen könnte.
Doch tatsächlich – wer in einer Bodega zu seinem Cáfe „Galletas ecolóligas“ (Bio-Gebäck) serviert bekommt oder in einem Supermercado zu den Keksen der Marke „Sondey“ greift, knabbert Backwerk aus Burgdorf. Denn auch wenn Parlasca nicht draufsteht ist doch Parlasca drin.
„Mit 34 Eigenmarken für Handelsketten wie beispielsweise ALDI und NORMA haben wir uns in einem umkämpften Markt eine gute Stellung erarbeitet. Noch vor rund zehn Jahren dachte ich, dass wir als eine der kleinsten Keksfabriken keine Chancen haben werden, wenn wir uns nicht deutlich verändern. So haben wir den positiven Kampf angenommen und mit enormen Investitionen in die Produktentwicklung und nicht zuletzt in die Mitarbeiter/innen viel versprechende Nischen besetzt, die für die Großen nicht interessant waren“, erzählt Georg Parlasca mit berechtigter Genugtuung.
Dafür hat das Unternehmen „Vor dem Celler Tor 49“ in den vergangenen Jahren die Zahl seiner Verwaltungsmitarbeiter/innen nahezu verdoppelt und die interne Akademikerquote mit einer Ernährungs- und Hygienetechnikerin, mit einer Lebensmitteltechnologin sowie mit einem Wirtschaftsingenieur „Lebensmitteltechnik“ weiter erhöht. „Die Kundenanforderungen bei der Qualitätssicherung werden immer höher. So gibt es in Deutschland die sichersten Lebensmittel zu einem günstigen Preis“, erklärt der Firmenchef, der darüber hinaus ausdrücklich betont, dass zum eigenen Erfolg nicht unwesentlich der „Spaß und Fleiß innerhalb der Belegschaft“ beigetragen hat.
Die 1897 gegründete Georg Parlasca Keksfabrik GmbH hat seit 1967 gerade mit der sechsten Baumaßnahme begonnen. Damit trägt das Unternehmen der permanenten Entwicklung auf den immer komplizierter werdenden Märkten Rechnung. Der Stammsitz in Burgdorf wird deshalb um neue Büroräume, einen Lagerbau und einem überdachten Verladehof erweitert.