Mit Gipsschiene und Pflasterbox

Der 12-jährige Jonas übte schon einmal an "Patient" und Krankenpflegeschüler Phillip Leins, wie ein Ultraschall durchgeführt wird.

Schüler erkunden im Rahmen des Zukunftstages das Klinikum Lehrte

VON DANA NOLL

LEHRTE . „Meine Mutter arbeitet hier als Krankenschwester und ich finde es immer sehr spannend, was sie zu Hause zu erzählen hat“, so Jenny, die im Rahmen des Zukunftstages einen Blick in das Klinikum Lehrte werfen konnte. Auch der 12-jährige Jonas zeigte sich begeistert: “Das Programm ist sehr interessant und gefällt mir gut!“ In der Endoskopie durfte er nicht nur den Profis über die Schultern schauen, sondern gleich selbst Hand anlegen und einen Ultraschall durchführen.
Das ist auch das Hauptziel des alljährlich stattfindenden Zukunftstages, dass „die Mädchen und Jungen mal praktisch erfahren, was für die einzelnen Berufsfelder, die sie umgeben, charakteristisch ist“, so Rosemarie Otte, Sekretariat, die gemeinsam mit Petra Lüke, Leitung Endoskopie, den abwechslungsreichen Tag organisiert hat. „Das ist schon immer eine Menge an Vorbereitung. Das machen wir seit vielen Jahren und immer noch sehr gerne“, so Otte. Neben dem Orga-Team sowie den beteiligten Ärzten und Helfern waren auch wieder zwei Krankenpflegeschüler mit dabei. Sarah Lahmann und Phillip Leins absolvieren hier ihre Ausbildung und unterstützen die Aktion. „Seit letztem Jahr beziehen wir unsere Azubis mit ein, das kommt sehr gut an.“
Die 30 zu vergebenen Plätze für den Zukunftstag sind immer zeitig ausgebucht. Der Andrang ist groß, denn der Einblick, der hier ermöglicht wird, ist sehr vielfältig. Nach der Begrüßung wurde ein Film gezeigt, der die verschiedenen Berufsbilder in einem Krankenhaus vorstellte. Die Schüler waren überrascht, dass es sehr viele Bereiche auch außerhalb von Arzt und Krankenschwester gibt. Danach wurden die Schüler in zwei Gruppen aufgeteilt, die dann abwechselnd verschiedene Stationen besuchten. So ging es für die Mädchen und Jungen im Alter von 10 bis 15 Jahren in die Werkstatt oder in ein Behandlungszimmer. Hier erklärte eine Oberärztin wie beispielsweise eine Schmerztherapie abläuft. Viele Fragen gab es vor allem an den Bereich Hygiene. „Wie oft muss desinfiziert werden oder warum ist das nötig“, wollten die Kinder wissen. Besonderen Spaß brachte der Besuch eines Patientenzimmers, in dem eine Lagerung geübt oder auch Mundschutz und Hauben getestet wurden. Erste medizinische Fähigkeiten wurden dann an einer Orange getestet! Diese musste für eine Spritzenbehandlung herhalten. Wer wollte, konnte seine Freunde zu Hause mit einem Gipsverband „überraschen“. „Das finden alle immer ganz toll. Natürlich ist das nur eine Gipsschiene, die am Abend abgenommen werden kann“, erklärt Rosemarie Otte schmunzelnd.
Zum Abschluss gab es ein gemeinsames Mittagessen und eine Tasche mit vielen give aways wie Pflasterbox, Springseil oder Schlüsselband als Erinnerung an einen erlebnisreichen Zukunftstag im Klinikum Lehrte.