„Mit der Freisprechung stehen viele Türen offen“

Die freigesprochenen Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik bekamen ihre Gesellenbriefe überreicht. (Foto: Dana Noll)

Bei Feierstunde im Gasthaus Bähre wurden die Gesellenbriefe überreicht

EHLERSHAUSEN/BURGDORF (dno). 17 Gesellen haben ihre Gesellenprüfung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik bestanden. Stolz nahmen sie bei einer kleinen Feierstunde im Gasthaus Bähre ihre Gesellenbriefe aus den Händen von Innungsobermeister Andreas Jellert und Lehrlingswart Andreas Teichert entgegen.
„Ihr habt nun eine wichtige Etappe abgeschlossen. Trotz kleiner Fehlschläge habt ihr viel Übung und Fleiß gezeigt, euch viele Fertigkeiten abgeschaut und erhaltet nun euren Abschluss“, so Teichert. Auch Innungsobermeister Andreas Jellert lobte „die guten Ergebnisse und die Motivation der Gesellen!“
Die Prüfungszeugnisse zeigten durchweg gute Noten, es gab nur drei Lehrlinge, die an der mündlichen Prüfung scheiterten, die Abbrecherquote lag bei etwa 10 Prozent. Sebastian Bauer und Kenny Andres erzielten die besten Ergebnisse.
„Das Handwerk hat Vergangenheit und Zukunft, es ist eine tragende Säule im Land. Weltweit genießt das deutsche Handwerk einen guten Ruf, mit der Freisprechung stehen den Prüflingen alle Türen offen“, so Teichert, „Die Chancen stehen gut, viele Betriebe suchen qualifizierten Nachwuchs.“
Der Lehrlingsmarkt im Handwerk „ist gut abgegrast“. Klaus Michalke, Geschäftsführer der Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Burgdorf, kritisierte den „Akademisierungswahn!“ Ein Großteil der Jugendlichen strebt ein Abitur an, um dann anschließend eine Hochschule oder Universität zu besuchen. „Der traditionelle Begriff von Handwerk ist oft irreführend. Die benötigten Kompetenzen gehen weit darüber hinaus“, so Teichert. „Auch an den Schulen wird die Vielfältigkeit des Berufsbildes nicht genügend dargestellt“, so Michalke.
Derzeit haben etwa 60 Prozent der Lehrlinge einen Hauptschulabschluss, der Rest kommt von der Realschule. Weiblicher Nachwuchs ist eher selten, da es sich gerade im Heizungsbau „um körperlich schwerere Arbeit handelt.“ Auch aus den Reihen der Flüchtlinge sind potentielle Bewerber noch nicht zu erwarten. Sprachprobleme stellen hier das größte Hindernis dar.
In diesem Jahr bestanden Marvin Albien (Betrieb: Wolfgang Kempe GmbH, Isernhagen), Kenny Andres (Betrieb: Ing. Peter Behrens GmbH, Lehrte), Sebastian Bauer (Betrieb: Herbert Bauer Gas-Wasserinstallationen, Isernhagen), Tim-Daniel Borter (Betrieb: Stephan Macke GmbH, Burgwedel), Ibrahim Dogan (Betrieb: Gerd Gaida GmbH, Lehrte), Malte Engels (Betrieb: Baran GmbH, Burgdorf), Thomas Gilgenberg (Betrieb: Vitali Gilgenberg, Isernhagen), Moritz Isensee (Betrieb: Rummler & Teichert GmbH, Uetze), Piotr Minin (Betrieb: Vitali Gilgenberg, Isernhagen), Nico Oberdiek (Betrieb: Georg Kruse GmbH, Sehnde/Rethmar), Michel Staubach (Betrieb: Ernst Däwes GmbH, Lehrte/Ahlten), Jerome Surborg (Betrieb: Thorsten Korn, Uetze/Hänigsen), Jonas Paul Tietgen (Betrieb: SHG Betrieb Klaus Bönighausen, Isernhagen), Myles Welford (Betrieb: Jennert GmbH, Wedemark), Marco Ahlvers (Betrieb: Karl Weymann GmbH, Lehrte), Nico Hoppe (Betrieb: Flextherm GmbH, Burgdorf) und Kevin Maidorn (Betrieb: Karl Weymann GmbH, Lehrte).