„Mit Chausseewärter Johann Friedrich Ehlers durch Ehlershausen“

Auf eine erlebnisreiche Zeitreise durch Ehlershausen gehen die Teilnehmer am 16. September mit Schauspieler Rainer Künnecke. (Foto: SMB)

Am Hütteberg war die Keimzelle der Ortschaft Ehlershausen

EHLERSHAUSEN (r/jk). Selten kehrt er aus seinem ewigen Schlaf zurück. Nur gelegentlich lässt sich Chausseewärter Johann Friedrich Ehlers von Stadtmarketing Burgdorf (SMB) zu einer Erlebnisführung durch die von ihm gegründete, heute größte Ortschaft der Auestadt überreden. Eine dieser raren Gelegenheiten ist am Sonntag, 16. September. Unter dem Motto „Mit Chausseewärter Johann Friedrich Ehlers durch Ehlershausen“ lädt er zu einem Streifzug durch die Vergangenheit der Burgdorfer Ortschaft ein.
Die Teilnehmer treffen sich um 15.00 Uhr vor dem Gasthaus Bähre in Ehlerhausen. Vom Bahnhof sind es nur wenige Meter bis zum Restaurant. Teilnehmerkarten gibt es bei Voltmer´s Schreib-Post, Ramlinger Straße 17a, Ehlershausen, und in Burgdorf bei Bleich Drucken und Stempeln, Braunschweiger Straße 2. Die Hannoversche Volksbank unterstützt die Veranstaltung.
Johann Friedrich Ehlers erblickte das Licht der Welt im Jahr 1766 als Untertan des Kurfürsten von Hannover. Er verdiente seinen Lebensunterhalt als Chausseewärter und gilt als Gründervater Ehlershausens. Schauspieler Rainer Künnecke erweckt Ehlers wieder zu neuem Leben. Mit seinen Begleitern begibt er sich auf eine Zeitreise zu den historischen Stätten der Ortschaft und erzählt von den damaligen Lebensumständen.
Die Ursprünge Ehlershausens gehen auf eine Postkutschenstation und Anbauernstelle zurück, die Ehlers nach dem 1816 erfolgten Bau seines neuen Wohnhauses am Hütteberg an der herzoglichen Landstraße zwischen Hannover und Celle gegründet hatte. Bei der unterhaltsamen Zeitreise in das frühe 19. Jahrhundert blickt Ehlers auf sein ereignisreiches Leben zurück. Mancherlei Misshelligkeiten begegneten ihm auf seinem neuen Heimatboden. Die Bauern aus der Otzer Umgebung, in der die spätere Postkutschenstation stand, reagierten anfänglich mit unverhohlenem Misstrauen auf die Niederlassung des Chausseewärters und hätten den unerwünschten Fremdling gerne vertrieben.
Mühevolle Jahre standen Ehlers noch bevor, bis es ihm gelang, die Station als beliebte Einkehrstätte für die Reisenden nach Celle zu etablieren. Sein Erfolg lockte weitere Ansiedler zur langsam anwachsenden Ansiedlung, die 1836 erst 26 Einwohner umfasste. Die Landdrostei in Lüneburg verlieh ihr schließlich am 29. Juli 1831 die offizielle Bezeichnung „Ehlershausen“. So lebt der Name des Ortsgründers bis heute weiter.
Bei seinem Rundgang wirft Ehlers auch einen prophetischen Blick in die weitere Zukunft der Ortschaft im 19. Jahrhundert und berichtet aus seinem sehr persönlichem Blickwinkel von den Auswirkungen der Industrialisierung auf das bäuerlich geprägte Leben der Einwohner. 1833 wurde Ehlers vom Schauplatz des Lebens abberufen. Dabei hatte er die Gewissheit, dass sein Sohn Carl die Pionierarbeit seines Vaters fortführen würde.