„Mini Deckis“ sorgen für neue Willkommenskultur

Anja Seidel (von rechts) und Jasmin Bleil überreichen eine Kuscheldecke an Abdul Karim und ihre Schwester. (Foto: Doris Lehrke-Ringelmann)

Über 50 ehrenamtliche Frauen nähen Kuscheldecken

BURGDORF (r/jk). Über 50 ehrenamtliche Frauen engagieren sich mittlerweile in dem Projekt „Mini Deckis“ für Burgdorf und Peine. Mini Deckis sind Kuscheldecken, die aus gespendeten Stoffen und Bettbezügen genäht werden. Initiatorin Jasmin Bleil nimmt damit eine Schweizer Idee auf: Mit den Mini Deckis werden die neu angekommenen Kinder und ihre Familien begrüßt. Nach einer unsicheren Zeit der Flucht soll ihnen hiermit symbolisch ein Stück Geborgenheit geschenkt werden.
„Mini Decki“ ist Schweitzer Deutsch und heißt „Meine Decke“. Jeder Decke liegt ein Flyer in sechs verschiedenen Sprachen bei, von Englisch bis Farsi, und erklärt die Idee, die hinter der Aktion steckt. Bisher haben die begeisterten Näherinnen an zwei Wochenenden im Familienzentrum der Paulus-Gemeinde sowie in zahlreichen Stunden zuhause weit über 200 Decken gefertigt. An dieser Initiative beteiligen sich Benefizz e.V. und die Firma IKEA mit Geld- und Sachspenden.
Die ersten „Mini Deckis“ sind am 8. Dezember an Flüchtlingsfamilien in der Burgdorfer Südstadt übergeben worden. Claudia Ohnesorge vom Nachbarschaftstreff am Ostlandring hatte dazu die Familien zum Offenen Treff bei Kaffee und Kuchen eingeladen. Die Kinder durften sich aus der großen Zahl der von Anja Seidel und Jasmin Bleil mitgebrachten Decken die Schönste aussuchen. Zukünftig werden die „Mini Deckis“ schon zum ersten Besuch der Neuankömmlinge von Mitarbeiterinnen des Nachbarschaftstreffs mitgenommen.