Mehr Parkplätze für Pendler

Engagierte Diskussion über mögliche Lösungen für die Parkplatznot am Otzer Bahnhof.
Burgdorf: Bahnhof Otze |

Region sieht zusätzlichen Bedarf und will bestehende Flächen erweitern

OTZE (fh). Erst vor gut einem Jahr sind am Otzer Bahnhof zusätzliche Parkplätze freigegeben worden – jetzt wird es schon wieder eng. Ortsbürgermeisterin Ulla Träger setzt sich deshalb für eine erneute Erweiterung der Stellflächen ein. Die Chancen dafür stehen gut – vorausgesetzt es finden sich geeignete Flächen. „Wir sehen definitiv den Bedarf“, verkündete Dirk Thäle vom Fachbereich Verkehr der Region Hannover bei einem Ortstermin am Montag. Er war auf Einladung von Ortsbürgermeisterin Träger und dem stellvertretenden Vorsitzenden der CDU-Regionsfraktion Oliver Brandt nach Otze gekommen. „Ich hatte mich auf eine ganz andere Diskussion eingestellt. Ich freue mich, dass die Region unsere Einschätzung teilt“, sagte Träger im Anschluss.
Schon jetzt würden viele Berufspendler aus Hänigsen, Obershagen und Weferlingsen, die in Hannover arbeiten, mit dem Auto nach Otze kommen und dort dann in die S-Bahn steigen, berichtet Träger. „Die vorhanden Parkplätze reichen dafür nicht aus“, betont sie. Eine Erweiterung käme den Pendlern zugute und würde gleichzeitig das Dorf entlasten. Denn aktuell parken viele – mangels anderer Möglichkeiten – entlang der Worthstraße bis ins Dorf hinein oder auch im Seitenstreifen am Bruchweg. Das Problem: Für Landwirtschaftliche Maschinen werde die Straße dadurch teilweise zu eng, außerdem würden die Autos zum Teil auch auf privaten Flächen abgestellt.
Thäle und seine Kollegen hatten sich auf den Besuchstermin vorbereitet: Sie waren schon in der vorigen Woche nach Otze gekommen und hatten die parkenden Autos gezählt. „Wir waren selbst über die Steigerung gegenüber unserem letzten Besuch 2016 überrascht“, fasste Thäle zusammen. Zehn bis 20 zusätzliche Parkplätze würden aktuell benötigt. Er stellte in Aussicht, dass die Region eine Erweiterung finanzieren und umsetzen wolle.
Ein bisschen Geduld müssen die Pendler, die unter der engen Parkplatzsituation leiden, und die Otzer Bürger trotzdem noch haben: Wenn alles glatt geht, könnte die Maßnahme 2021/22 abgeschlossen sein, stellte Thäle in Aussicht. Denn bevor die Umsetzung beginnen kann, müssen nicht nur diverse Anträge gestellt, es muss vor allem ein passendes Grundstück gefunden werden.
Genau das könnte sich durchaus schwierig gestalten. „Als wir vor drei Jahren angefangen haben, die erste Erweiterung vorzubereiten, hatten wir das gleiche Problem, dass wir keine Fläche hatten“, erinnert sich Thäle. Deshalb habe man letztlich mit der Deutschen Bahn verhandelt, die den Seitenstreifen entlang der Schienen an der Bruchstraße zur Verfügung stellte. Eine Option könnte nun sein, diesen Parkstreifen um 20 Parkplätze zu verlängern.
„Und das ist sicherlich nicht die letzte Erweiterung. Wir gehen peu à peu vor. In drei Jahren unterhalten wir uns vermutlich über den nächsten Schritt“, prognostizierte Thäle. Dabei würden neue Baugebiete im Einzugsgebiet eine Rolle spielen. Außerdem sollen auf der S-Bahn-Strecke ab 2021 Züge mit drei statt zwei Wagen eingesetzt werden. „Dann können mehr Gäste sitzen und das Zugfahren wird dadurch attraktiver“, so Oliver Brandt.