Majestätischer Abschluss und Neubeginn zugleich

Schwungvoll und elegant eröffnen die Majestäten den Kreiskönigsball mit einem Ehrentanz. (Foto: Svenja Steinseifer)
 
Die besten beim Schießen der ehemaligen Kreismajestäten: Carsten Elges und Birgit Winter. (Foto: Svenja Steinseifer)

Kreiskönigsball im Veranstaltungszentrum Burgdorf war ausverkauft

BURGDORF (svs). „Für die Majestäten ist es Höhepunkt, Abschluss und Neubeginn zugleich“, sagt Wilfried Cyrol, Pressesprecher des Kreisschützenverbandes Burgdorf, „alle kommen zusammen.“ Eine besondere Ehrung für Kreis- und Vereinsmajestäten einmal im Jahr, in schillernder Abendgarderobe – Ballkleid verpflichtet.
„Es ist schon was Besonderes, dort aufzumarschieren“, sagt Ursula Baumann vom Schützenverein Isernhagen FB, Kreiskönigin des letzten Jahres, „da freut man sich das ganze Jahr drauf.“ Freuen durften sich am vergangenen Sonnabend die Kreiskönigin Renate Riesch von der Schützengesellschaft Ahlten und Kreisjugendkönigin Janine Tabbert von der Burgdorfer Schützengesellschaft. „Ein Highlight“, sagt Cyrol, der sich vor allem über das bis auf den letzten Platz ausverkaufte Veranstaltungszentrum freut.
Und über die hochkarätige Liste der Ehrengäste mit Bürgermeister Alfred Baxmann, Heinz Rösseler, Präsident und Vizepräsident des Bezirksschützenverbandes Hoya, Mathias Böttcher, 2. Vorsitzender des Fachverbandes Schießsport Region Hannover, Klaus-Dieter Fischer, Vizepräsident des Verbandes Hannoverscher Schützenvereine, sowie Reiner Zimmer, den Landessportleiter. „Und Olaf Kobbe von den Gartenbaubetrieben Kobbe hat hier für die Blumendekoration gesorgt“, sagt Wilfried Cyrol.
Neben der besonderen Ehrung hält der Kreiskönigsball Erinnerungen wach. „Ich finde es toll, dass der alte Kreisverband Burgdorf nach wie vor zusammenhält und nicht auseinandergefallen ist“, sagt die Ehefrau des Vizepräsidenten des Verbandes Hannoverscher Schützenvereine Klaus-Dieter Fischer, „im Grunde genommen ist es der alte Kreis, alle diejenigen die noch ein „BU“ auf ihrem Kennzeichen stehen hatten.“ Für Ursula Baumann ist der Kreiskönigsball eine gute Gelegenheit, Freunde und Bekannte zu treffen.
„Man bekommt von anderen auch eine Menge Anregungen für den eigenen Verein“, sagt Petra Lorenz aus Altmerdingsen, „vor allem im Hinblick auf die Jugendarbeit, die durch die negative Darstellung durch die Medien schwieriger wird.“ Der Grund für die schwierige Nachwuchssuche liegt für Klaus-Dieter Fischer auch in der Natur der Sache: „Schießsport ist erst ab 12 Jahren erlaubt“, erklärt der Vizepräsident, „für uns ein großer Nachteil. Daher sieht der Verband Hannoverscher Schützenvereine zu, Lichtpunktanlagen zur Verfügung zu stellen und die Vereine damit zu unterstützen.“
Seit etwa vier Jahren bieten die neuen Lichtpunktanlagen auch kleinen Nachwuchsschützen die Möglichkeit, Schießsport zu betreiben, der für Petra Lorenz etliche Vorteile mit sich bringt: „Hibbelige Kinder müssen lernen, sich zu konzentrieren – und es ist ja nicht nur das Schießen. Wir fördern mit Freizeitaktivitäten auch das soziale Engagement der Jugendlichen – es ist vor allem auch Breitensport!“ Ausgeweitet wurde dieses Jahr erstmalig auch das Schießen der ehemaligen Kreismajestäten durch ein Partnerschießen.
„Es wurde sehr gut angenommen“, sagt Wilfried Cyrol. Carsten Elges vom Schützenverein Ilten mit einem Teiler von 82,70 und Birgit Winter (Teiler 82,20) gingen als Sieger aus dem Wettbewerb hervor. Den besten Teiler bei den Partnern schossen Hermann Lorenz vom Schützenverein Altmerdingsen mit 153,70 und Elke Guhl mit 72,0.
„Vor allem schließt man ja auch Freundschaften hier“, sagt Petra Lorenz und das sei neben der besonderen Ehrung im Glanz des Kreiskönigsballs das Wichtigste.