Männer und Frauen sind auf dieser Welt einfach unersetzlich

„Buddha“ (re.) beobachtet, wie sich Bernd (Yannick Will) an Ulrich in Karins Körper liebestrunken heran robbt. (Foto: Georg Bosse)

Lustvolle VVV-Theaterabende mit „Buddha spricht nur mit Männern“

BURGDORF (gb). Mit den jüngst vergangenen fünf Aufführungen des Lustspiels von Horst Pillau, „Buddha spricht nur mit Männern“, hat das beliebte VVV-Theaterteam seinen Fans und Freunden einmal mehr viel Freude bereitet. Die turbulente Komödie, die in der Inszenierung von Christine Garms (Regie) und Oliver Kornrumpf (Co-Regie) auf die Johnny B.-Bühne gebracht worden war, war großartiges Amüsement für die zahlreichen Zuschauer.
Karin Burger (Silke Köppe) und ihr Gatte Ulrich (Sven Müller), ein erfolgreicher Werbemanager mit fernöstlicher Meditationserfahrung, befinden sich im „verflixten siebten Ehejahr“. In ihnen reift der Wunsch heran, nur für einen Tag das geschlechtliche Leben des jeweils Anderen zu führen. Mit Konzentration und Buddhas Hilfe gelingt der Rollentausch. Während Karin als Mann einmal die „Freiheit des morgendlichen Krawattenbindens in einem behaarten und muskelbepackten Körper“ erfahren möchte, steht an diesem besonderen Tag für Ulrich im Körper seiner Frau ein Gynäkologentermin an. Die Fäden des stürmischen Verwirrspiels verheddern sich im Laufe des ungewöhnlichen Geschehens, als es zu Begegnungen zwischen Karin als Ulrich mit dessen selbstgefälligen Agenturchef Herbert Hanselmann (Michael Kirstein) kommt und sich durch die etwas naive aber äußerst liebreizende Sekretärin Uschi Roth (Rhonda Neumann) ein bisschen heftig zu Leibe rücken lässt. Währenddessen plagt sich „Ulrike“ mit der Hausarbeit und sieht sich den etwas linkischen Liebesbekundungen von Karins Französischschüler Bernd Ehms (Yannick Will) ausgesetzt. Darüber hinaus kommen ungewollt bislang verheimlichte, voreheliche Amouren zwischen Ulrich und dessen (Jetzt-)Schwägerin Martina Stallbaumer (Kirsten Reinicke) ans Tageslicht. Und die misstrauische (Schwieger-)Mutter Lilli Stallbaumer (Mary Hamm-Rixen) bringt mit ihrem dubiosen Antiquitätenhandel zusätzlich Unruhe in diesen nicht alltäglichen Alltag.
Wie heißt es im „Männer“-Hit von Herbert Grönemeyer, mit dem die lustvollen Abende eröffnet wurden? „Männer brauchen viel Zärtlichkeit, Männer sind auch Menschen, Männer sind etwas sonderbar und Männer sind auf dieser Welt einfach unersetzlich.“ Frauen nicht minder und so kamen Karin und Ulrich nach gelungener Rückverwandlung zur Erkenntnis - Männer und Frauen sind auch nur Menschen.
Das Publikum war ob der vergnüglichen VVV-Theaterabende vollauf begeistert und darf im kommenden November auf drei weitere Auftritte des beschwingt aufspielenden Ensembles mit einem Überraschungsstück auf den Brettern der Johnny B.-Bühne gespannt sein.