„Mad & the Moondogs“ rockten Burgdorfer Septembermond

Im gut besuchten „Blacky“-Beach Club gaben sich zum letzten Open air-Gig 2012 der „Jazzfreunde Altkreis Burgdorf“ die Band „Mad & the Moondogs“ mit ihren Rock `n`Roll-Klassikern die Ehre. (Foto: Georg Bosse)

Letztes Open air-Konzert 2012 der „Jazzfreunde“

BURGDORF (gb). Mit „Mad & the Moondogs“ im Burgdorfer Black Horse-Beach Club endete am vergangenen, mildsommerlichen Septembersamstag die vom Kulturverein „Jazzfreunde Altkreis Burgdorf“ veranstaltete Open air-Konzertreihe 2012. Alles in allem acht Mal ließen die Jazzfreunde die Burgdorfer und auswärtigen Musikfreunde unter freiem Himmel jazzen, swingen und rocken.
Mit dem klassischen Rock ´n´Roll-Quintett aus dem Hannoverschen war der „Blacky“-Beach Club erst zum zweiten Mal in den Sommermonaten die reizvolle Location für musikalische Auftritte. Dennoch wurden aus der erweiterten Nachbarschaft aus unverständlichen Gründen schon vor dem ersten Ton vorsorglicherweise Beschwerden wegen der zu erwartenden „Lärmbelästigung“ avisiert. Und so rockten „Mad & the Moondogs“ bis annähernd 23.00 Uhr mit gebremsten Schaum und Sound, der hin und wieder von überfliegenden Passagierfliegern nach und vom Flughafen Langenhagen kommend übertönt wurde.
Aber passt Rock `n`Roll überhaupt zum Portfolio der „Jazzfreunde“? „Na klar! Rock `n`Roll kommt über Blues und Boogie zum Jazz“, versicherte Paul Rohde gegenüber den gut 120 Gästen im stimmungsvollen Beach Club an der Bahnhofstraße. „Rock `n`Roll ist nicht nur Musik, er ist ein Gefühl; er mag Bier und Champagner, Hamburger und Sushi. Er ist schwarz und weiß“, ist das Credo der Band, die ihr peppiges Programm mit vorzugsweise Rock `n`Roll-Nummern der 1950er Jahre prächtig präsentierte. Schwarz und Weiß gab es in Form von Michael Jacksons „Black & White“ in einer widerspenstigen Country-Version.
Zwar waren nicht Champagner und Sushi angesagt, dafür aber Weißbier und Leckeres vom Schwenkgrill. Derart an Leib und Seele versorgt, machten dann die „verrückten Vollmondhunde“ Matthias „Mad“ Brandt (voc.), Wilm Bruns (Bass), Uwe „Chicago“ Lötzerich, Uli Salden (guit.) und Olaf „Die Maschine“ Warda (drums) gemeinsam mit dem Publikum die Runde mit „Lady Madonna“ (Beatles) und „Runaround Sue“ (Dion) im „Heartbreak Hotel“ (Elvis Presley). Und bei diesem gütigen Wettergott durfte auch der „Summertime Blues“ (Eddie Cochran) nicht fehlen...