Lokale Kirchenentwicklung aus erster Hand

Christian Hennecke besucht die St. Nikolaus-Pfarrgemeinde

BURGDORF/UETZE/LEHRTE (r/jk). Wie wird unsere Pfarrgemeinde in gut 10 Jahren aussehen? Diese Frage treibt die Gremien der katholischen St. Nikolaus-Pfarrgemeinde seit einigen Jahren um. Lokale Kirchenentwicklung verbunden mit der Personalplanung 2025 im Dekanat Hannover, war auch das Thema der diesjährigen Gemeindeversammlung.
Anfang Juni hat der Dekanatspastoralrat die Aufteilung der Pfarrgemeinden im Dekanat in acht Pastoralbereiche beschlossen. Die Grundlage dieses Planes regelt den genauen geographischen Zuschnitt der Pastoralbereiche und die Verteilung des Personals. Er soll sukzessive bis ins Jahr 2025 umgesetzt werden. „Mit diesem Plan haben wir jetzt die Möglichkeit, in der Zukunft das Personal, das wir dann haben werden, strategisch zu entwickeln“, hatte Propst Martin Tenge in einem Interview gesagt. Und Tenge weiter: „Es bleibt der Schmerz, dass wir bis ins Jahr 2025 rund dreißig Prozent weniger Priester und 25 Prozent weniger Gemeindereferenten haben werden. Aber wir gehen damit jetzt konstruktiv um und gehen voran.“
Seit über einem Jahr beschäftigen sich die Gremien von St. Nikolaus mit der Personalplanung 2025, die im Dekanat Hannover aufgrund der fehlenden Priester Priorität genießt. Für die St. Nikolaus-Pfarrgemeinde bedeutet dies, dass sie künftig von einem sogenannten Pastoralteam betreut wird. Ein Pastoralteam betreut künftig mehrere Pfarreien, die jedoch ihre Eigenständigkeit behalten. Eine Zusammenlegung von Pfarrgemeinden ist vom Tisch. Für den Pastoralraum Ost, zu dem neben Burgdorf auch noch St. Bernward Lehrte und St. Martin Hannover-Ost gehören werden, sind ein Pfarrer, zwei Pastoren, zwei Gemeindereferenten, ein Diakon sowie ein weiterer Mitarbeiter vorgesehen.
Es zeigt sich, dass es nicht reicht, lokale Kirchenentwicklung über Broschüren bekannt zu machen oder bei Dekanatstagen darüber ins Gespräch zu kommen, denn die Menschen in den Gemeinden, auch die Vertreterinnen und Vertreter der Pfarrgemeinderäte und auch die der Kirchenvorstände, haben häufig noch nicht viel Gelegenheit gehabt, intensiver über dieses Thema nachzudenken und mit Vertretern des Bistums darüber ins Gespräch zu kommen, so der Leiter der Hauptabteilung Personal des Bistums Hildesheim, Christian Hennecke. Hennecke will daher nicht nur mit den Vertretern von Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand, sondern mit allen Interessierten der Gemeinde ins Gespräch kommen. Diese Möglichkeit besteht für alle Gemeindemitglieder am Dienstag, 13. Dezember, um 19.30 Uhr im Pfarrheim von St. Nikolaus, Im Langen Mühlenfeld 19.