Locker vom Hocker gegen die „Grünen“

Nils Hillerscheid und Parteichef Dieter Lüddecke hatten zu ihrem liberalen Weinfest in Burgdorf den niedersächsischen FDP-Generalsekretär Dr. Gero Hocker (v. li.) eingeladen. (Foto: Georg Bosse)

FDP-Generalsekretär Gero Hocker beim liberalen Weinfest

BURGDORF/UETZE (gb). Zu seinem diesjährigen Weinfest hatte der FDP-Ortsverband Burgdorf/Uetze am vergangenen Freitagabend den liberalen umwelt- und energiepolitischen Sprecher und niedersächsischen FDP-Generalsekretär, Dr. Gero Hocker, zu Gast.
Der Einladung zu diesem politischen Small-Talk nach dem Motto „locker vom Hocker“ waren gut 30 Parteifreunde und Gäste, darunter der Burgdorfer Unternehmer Georg F. Tesch (expert) sowie von der örtlichen CDU Gero von Oettingen und Robert Apel (Ehlershausen), gefolgt. Gastgeber waren der Ortsvereins-Schatzmeister und Rechtsanwalt Nils Hillerscheid sowie der Ortsparteichef und Ehrenvorsitzende der Regions-FDP, Dieter Lüddecke.
Während sich die Gäste im Hof von Hillerscheid am „Brandende“ roten, weißen oder Roséwein mit bayrisch-mediterranen Häppchen schmecken ließen, „brannte“ Gero Hocker bei seinem Thema „Energiewende“. „Die Energiewende mit ihrem beschleunigten Ausstieg aus der Atomkraft ist seit Juni 2011 großer gesellschaftlicher Konsens und gehörte 30 Jahre lang zum Selbstverständnis der „Grünen“. Nun aber sitzen sie wieder auf den Bäumen und organisieren vor Ort Bürgerinitiativen gegen die dringend benötigten Stromtrassen, die die erzeugten erneuerbaren Energien aus dem Norden nach West- und Süddeutschland transportieren sollen“, lederte Hocker gegen den politischen Mitbewerber los, demgegenüber die FDP in politischen Auseinandersetzungen zur Landtagswahl im Januar 2013 ihre liberale Flagge hissen müsse.
Gero Hocker prangerte ferner die Fehlentwicklungen aus der aktuellsten Fassung des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) an, das bei der Fotovoltaik nur die Leistungsträger an der unteren Einkommensskala belaste und die niedersächsische Land- zur Energiewirtschaft mutieren lasse. Stichwort: Die rasch zunehmende Monokultur „Mais“, die dem Biogasanlagen-Boom als Energiepflanze dient. „Während die „Grünen“ mit Gesetzen und Verordnungen den energieeffizienten Umbau von Gebäuden vorantreiben wollen, der bei den beträchtlichen Kosten für die Eigentümer eine „kalte Enteignung“ durch die Hintertür bedeutet, setzen wir Liberale auf Anreize“, so der FDP-Mann und Vertriebsleiter von Finanzdienstleistungen. Und wie sieht die liberale Lösung aus? „Wir brauchen beim EEG mehr Wettbewerb“, war die nicht überraschende Antwort.