Letzte Führung zur Ausstellung „Kaiser, Krieg und Revolution“

Horst Regenthal (rechts) stellt vor der St. Pankratius-Kirche die Gedenktafel für die Burgdorfer Gefallenen des 1. Weltkrieges vor. (Foto: SMB)

„Als der 1. Weltkrieg in Burgdorf einzog“

BURGDORF (r/bs). Unter großer öffentlicher Anteilnahme läuft seit mehreren Wochen die Ausstellung „Kaiser, Krieg und Revolution – Burgdorf und der 1. Weltkrieg“ im Stadtmuseum (Schmiedestraße 6).
Die stadtgeschichtliche Schau führt in das Burgdorf der Jahre 1914 bis 1918 und zeigt aus dem Blickwinkel der Einwohner, wie der im Spätsommer 1914 ausgebrochene 1. Weltkrieg in den nächsten vier Jahren den Lebensalltag beeinflusste. Vielen Besuchern erscheint es nahezu unbegreiflich, wie sich damals ein ganzer Kontinent mit anfänglicher Begeisterung in einen sinnlosen Krieg stürzen konnte.
Am Sonntag, 16. August, klingt die Ausstellung aus. Zum Abschluss des Beiprogramms bieten der VVV und die Stadt eine letzte Führung mit dem Projektleiter Horst Regenthal an. Beginn ist um 14.30 Uhr.
Im Rahmen der Führung blickt Regenthal auf die politischen Umstände zurück, die im Spätsommer 1914 den Ausbruch des 1. Weltkrieges nach sich zogen. Er berichtet, wie das Kriegsgeschehen, das sich weit entfernt von Burgdorf abspielte, die Versorgungslage der Einwohner zunehmend gefährdete und viele Einschränkungen der Lebensverhältnisse verursachte.
Wie Regenthal darstellt, entlud sich der wachsende Unmut der Bevölkerung nach vierjähriger Leidenszeit in den revolutionären Unruhen des Novembers 1918. Dabei kam es auch in Burgdorf zur Installierung eines Arbeiter- und Soldatenrates im Alten Rathaus in der Marktstraße 13. Dieses Gremium übernahm die Rückführung in den zivilen Alltag. Bei dem Rundgang durch die Ausstellung beleuchtet Horst Regenthal die zeitgeschichtlichen Hintergründe zu den Ausstellungsstücken, die aus dem Burgdorfer Umfeld der Kriegsjahre stammen. Viele Exponate stehen erstmals im Rampenlicht.