Leitungsteam als neue Vorstandsform beim SV Hertha Otze

Mit dem künftigen Leitungsteam (Führungsgremium), bestehend aus Robert Wenzel, Tobias Kaminski, Ria Beier, Gerhard Schmidt und Friedhelm Döbel (v.li.), hat sich der SV Hertha Otze eine neue Vorstandsform gegeben. (Foto: Georg Bosse)

Mitglieder winken mehrheitlich Satzungsänderungen und -ergänzungen durch

OTZE (gb). Eine richtungsweisende Versammlung des aktuell 718 Mitglieder zählenden SV Hertha Otze fand am vergangenen Freitagabend im Vereinslokal „Gasthaus ohne Bahnhof“ statt. Schwerpunkt der Tagesordnung waren Satzungsänderungen und -ergänzungen, die die die künftige ehrenamtliche „Hertha“-Vorstandsarbeit in sicherere Bahnen lenken sollen.
Weil der Otzer Sportverein im zurückliegenden Jahr in finanzieller, sportlicher und menschlicher Hinsicht eine zutiefst schwere Phase zu überstehen hatte, sprach der bis zu dieser Versammlung kommissarisch amtierende Vereinsvorsitzende Tobias Kaminski den anwesenden „Herthanern“ eindringlich ins Mitgliedergewissen: „Wenn sich die Einstellung zum Vereinsleben nicht verbessert, könnten hier vielleicht schon bald die Lichter ausgehen.“
Eine Verbesserung für das Führungsgremium versprechen sich die Otzer durch eine neu zugeschnittene Konstruktion bei der zukünftigen Vorstandsarbeit. Da es in vielen Vereinen Probleme gibt, einen „normalen“ Vorstand zu finden, soll demnächst ein Leitungsteam ohne die klassischen 1. und 2. Vorsitzenden dem SV Hertha Otze eine lichtere Perspektive bieten. Demnach bilden fünf gleichberechtigte und gleich verantwortliche Personen den geschäftsführenden Vorstand, die daraufhin aus ihrer Mitte heraus eine(n) Sprecher/in sowie seine(n) Stellvertreter/in wählen. Diese Lösung lehnt sich bereits praktizierten Vorbildern im Stadtsportbund Göttingen an und wurde auch schon vom Finanzamt (Stichwort: Gemeinnützigkeit), dem Amtsgericht sowie vom Landessportbund genehmigt.
Um dieses dieses leitende Quintett installieren zu können, mussten entsprechende Satzungsänderungen und -ergänzungen vorgenommen werden, für die der „alte“ Vereinsvorstand um Zustimmung bei seinen Mitgliedern warb. Gegen eine Enthaltung sprachen sich anschließend die 64 Stimmberechtigten für die neue Vorstandsform aus. Bevor Alfred Burgemeister die Wahlleitung übernahm, hatte sich der bisherige Vorstand bereit erklärt, auch als „Hertha“-Leitungsteam seine uneigennützige Arbeit fortzusetzen. Mit überdeutlicher Mehrheit wurden im Anschluss daran Gerhard Schmidt (Geschäftsführung), Tobias Kaminski (Sportpolitik), Ria Beier (Finanzen), Robert Wenzel (Mitgliederwesen) und Friedhelm Döbel (Öffentlichkeitsarbeit & Soziales) für die kommenden zwei Jahre in ihre Aufgabenfelder gewählt. Zeichnungsberechtigt sind Kaminski und Wenzel. Zu neuen Kassenprüfern wurden einstimmig Franziska Jung und Kai Peters bestimmt.
Neben den Ehrungen für 25-jährige (12 Mitglieder) und 40-jährige (8 Mitglieder) „Hertha“-Vereinsmitgliedschaft wurden Eduard Walter (50 Jahre) sowie Paul Berger, Bernhard Düttchen, Werner Mierswa, Siegbert Papenburg, Louis Peters, Herbert Ristau und Brunhilde Ritter (alle: 60 Jahre) für ihre besonderen Verdienste und ihre Vereinstreue ausgezeichnet.