Lehrter SV kann mit dem Ergebnis zufrieden sein

Fabian Kieslich ist mit seinem Team in der Spitzengruppe der Oberliga platziert und will auch im Jahr 2014 mit seinen Treffern für gute Ergebnisse des LSV sorgen. (Foto: st)

Trainer Martin Kahle zieht eine gute Zwischenbilanz in der Oberliga

LEHRTE (st). Der Lehrter SV kann mit dem bisherigen Abschneiden in der Handball-Oberliga Niedersachsen durchaus zufrieden sein. Nach dreizehn Spielen und damit eine Partie vor dem Abschluss der Hinrunde hat die Mannschaft um Trainer Martin Kahle einen aussichtsreichen Tabellenplatz im Verfolgerfeld von Spitzenreiter Northeimer HC und das ist aller Ehren wert.
Vor der Saison musste der LSV einige wichtige Stützen, beispielhaft Marcel Wendt verabschieden und steuerte auf eine ungewisse Zukunft zu. Dennoch gab Coach Kahle als Saisonziel Platz 1 bis 4 aus. Der Saisonstart mit 2:4- und 4:6-Punkten war aber nicht vielversprechend, zumal auch Neuzugang Thomas Bergmann verletzungsbedingt passen musste. Die Lehrter steigerten sich aber von Spiel zu Spiel und kletterten nach Erfolgen gegen MTV Soltau (36:31) und beim TSV Barsinghausen (27:18) auf den 6. Tabellenplatz.
Danach gab es bis zum jetzigen Tag nur noch eine Niederlage mit 30:33-Toren bei der HSG Nienburg. Zuletzt konnte die Mannschaft um Rückraumspieler Nicolas Baris vier Erfolge in Serie feiern und auch im finalen Spiel des Jahres TuS GW Himmelsthür mit 37:29-Toren bezwingen.
Mit 18:8-Punkten steht der LSV nun auf dem 4. Platz und könnte dem Northeimer HC (2 Minuspunkte) und dem MTV Großenheidorn (6) möglicherweise noch gefährlich werden. Dazu benötigen Thomas Bergmann und Co allerdings eine überragende Rückrunde. Trainer Martin Kahle ist mit seinem Team aber zufrieden und will die Spieler für die Rückrunde zu guten Leistungen motivieren. Dem MARKTSPIEGEL gab der LSV-Coach ein kurzes Interview über die Hinrunde und die Ziele bis zum Saisonende.
MARKTSPIEGEL: „Herr Kahle, wie fällt Ihr Zwischenfazit einen Spieltag vor dem Ende der Hinrunde in der Oberliga aus?“ Martin Kahle: „Nach dem Verlust von langjährigen Leistungsträgern und dem Ausfall durch Verletzungen von einigen Spielern in der Saison, war mit einer solchen Platzierung eigentlich nicht zu rechnen. Die Mannschaft hat sich nach einem schweren Auftaktprogramm mit zwischenzeitlichen 2:6 Punkten kontinuierlich gesteigert.“
MARKTSPIEGEL: „Was könnte der LSV in der restlichen Saison im nächsten Jahr noch verbessern?“ Martin Kahle: „Es gibt sicherlich in einigen Bereichen noch "Luft nach oben". Minimierung der technischen Fehler, Abwehrvariabilität, Wurfeffektivität, Entscheidungsverhalten in den Auslösehandlungen oder auch das Ausspielen der Sondersituationen (Unterzahl, Überzahl) sind einige Beispiele.“
MARKTSPIEGEL: „Welche Ziele setzen Sie sich und ihrer Mannschaft bis zum Saisonende? Kann das Team die Spitzenclubs Northeimer HC, VfL Hameln und MTV Großenheidorn noch ärgern?“ Martin Kahle: „Wir haben im letzen Hinrundenspiel am 10. Januar 2014 zu Hause gegen Großenheidorn die Möglichkeit mit einem Sieg nach Punkten gleichzuziehen. Northeim spielt eine überragende Saison und wird sich den Aufstieg in dieser Saison nicht nehmen lassen. Hameln sehe ich aufgrund der Routine dahinter in der Tabelle. Danach ist die Oberliga sehr ausgeglichen und man muss sich jede Woche auf das Neue beweisen. Die Festigung des vierten Tabellenplatzes wäre in dieser Saison, nach einem Jahr des Umbruchs,
ein Erfolg.“