KulturWerkStadt verwandelt sich in Kunstwerkstatt

„Kreatives Gestalten: ausprobieren – experimentieren - entdecken“ lautet das Motto der „Kunstwerkstatt“. (Foto: VVV)

Aktionsausstellung vom 21. Januar bis 12. März 2017

BURGDORF (r/jk). Ab Samstag, 21. Januar, verwandelt sich die KulturWerkStadt (Poststraße 2) in eine „Kunstwerkstatt“ für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Der VVV, der Förderverein Stadtmuseum, die Stadt Burgdorf und das JohnnyB. präsentieren die gleichnamige Aktionsausstellung bis zum Sonntag, 12. März 2017. Das Motto lautet: „Kreatives Gestalten: ausprobieren – experimentieren - entdecken“. Öffnungszeiten: samstags und sonntags von 14.00 bis 17.00 Uhr. Während des Verkaufsoffenen Sonntags am 12. März ist die Ausstellung von 13.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.
Die vom JohnnyB. organisierte „Kunstwerkstatt“ lädt die Besucher zum aktiven Mitmachen bei wöchentlich wechselnden, jeweils abgeschlossenen Workshops ein. Jeder Teilnehmer ist aufgerufen, seine kreative Phantasie in verschiedenen Kunsttechniken zu entfalten, ohne sich bei der Gestaltung von einschränkenden Vorgaben beeinflussen zu lassen. Die beiden Kursleiterinnen Mareike Goldmann und Marianne Pfeiffer stellen die jeweiligen künstlerischen Stilmittel vor und geben erste Anregungen für ihre Anwendung. Was sich am Ende daraus entwickelt, hängt ausschließlich von den spontanen Ideen, dem Erfindungsgeist und der Experimentierfreude jedes einzelnen Teilnehmers ab. Das in jedem Menschen ein Künstler steckt, wie der Bildhauer und Zeichner Joseph Beuys meinte, entspricht auch der Überzeugung des „Kunstwerkstatt“-Teams. Die entstandenen Werke werden in der KulturWerkStadt ausgestellt. Das gesamte Angebot ist kostenlos. Nach Absprache mit dem JohnnyB. besteht für Kindergärten und Schulen die Möglichkeit, einen Workshop innerhalb der Woche zu organisieren. Anmeldungen nimmt das JohnnyB. unter der Telefonnummer 05136 – 3693 entgegen.

Die Workshops im Einzelnen

Folgende Workshops gehören zum Ausstellungsprogramm: Am ersten Wochenende, 21. und 22. Januar, sind die Besucher zu einer Malschule eingeladen. Im Mittelpunkt steht dabei der Kunstdruck im Linolschnitt. Mit dieser alten Technik lassen sich moderne Druckwerke mit interessanten Mustern gestalten.
Verblüffende Kunstwerke aus Holz kreieren die Teilnehmer am 28. und 29. Januar. Ob sägen, schleifen, hämmern oder streichen: Viele Bearbeitungswege stehen offen, um Schneemänner aus Latten, Baumscheibensterne oder Waldgestalten aus Ästen und Zweigen entstehen zu lassen.
Auf ungewöhnliche Papierkunstwerke richtet sich der Fokus am 4. und 5. Februar. Gebastelt und bemalt werden Waldtiermasken, originalgetreue Singvögel und Papptellertiere. Zudem kommt die traditionelle japanische Kunst des Papierfaltschnittes „Monkiri-Sakura“ zur Anwendung.
Am 11. und 12. Februar öffnet das Malatelier nach dem Vorbild des deutschen Pädagogen Arno Stern, der Ende der 1940er Jahre die erste Malschule für Kinder in Paris eröffnete. Dabei kann jeder Teilnehmer seine eigene Farb- und Bilderwelt entdecken und dafür verschiedene Materialien und Arbeitsflächen nutzen.
Um die farbenprächtige Welt des Filzens geht es am 18. und 19. Februar. Ausdauer, Geschicklichkeit, Phantasiereichtum und Fingerspitzengefühl sind gefragt, um eine zauberhafte Frühlingsfee aus Märchenwolle, Ketten in der Nasstechnik und bunte Blumen in der Trockentechnik zu filzen.
Dass aus Perlen und Federn kleine einfallsreiche Kunstwerke entstehen können, zeigt der Workshop am 25. und 26. Februar. Dabei entwerfen die Teilnehmer witzige Bücherwürmer und selbst verzierte Halsketten, die für Aufmerksamkeit sorgen.
„Frottage, Reißtechnik und Collage - das Spiel mit der Wirklichkeit“: So lautet das Motto des Workshops am vorletzten Ausstellungswochenende, 4. und 5. März. Unter Anwendung der alten Frottage-Drucktechnik werden Haushaltsgegenstände, Tapetenstücke, Gitter, Textilien und Naturmaterialien mit interessanten Oberflächen mit Grafitstiften und Bleistiften auf Papier gerieben.
Kunst mit Wolle, Bast und anderen Naturmaterialien steht zum Ausklang der Ausstellung am 11. und 12. März im Zentrum. Dabei bilden sich aus Wolle gewickelte Pompon-Tiere heraus, deren Aussehen von der Vorstellungskraft der Kursteilnehmer abhängt, und kunstvoll gewebte Körbe in vielen Variationen.