Kulturelle Schätze und kulinarische Leckerbissen

Das „Athen“-Büfett mit allerlei griechischen Leckereien lud die Nationentagsbesucher zum Zugreifen ein. (Foto: Georg Bosse)

Griechenland war Gastgeber des internationalen Aktionstages in der KulturWerkStadt

BURGDORF (gb). Am vergangenen Ostermontag war Hellas im Rahmen „Burgdorf International“ Gastgeber in der KulturWerkStadt. Wobei die Hellenische Republik aus dem Südosten Europas ausgesprochen sympathisch vom griechischstämmigen Jean Martsekis und dem Aktionstagsreferenten Loukas Lymberopoulos (Hamburg) präsentiert wurde.
Jean Martsekis kam 1956 zu Studienzwecken nach Deutschland und 1970 als Dipl. Bauingenieur in die Auestadt. Mittlerweile ist Burgdorf für den im Sudan geborenen Griechen zur 2. Heimat geworden. Zumal seine Tochter ihren Familiennamen an ihren Mann Jens-Uwe weitergeben konnte, der heute Geschäftsführer des international erfolgreich agierenden Burgdorfer Veterinärmedizin-Unternehmens cp-pharma ist. So war es auch cp-pharma-Gründer Bernd Gessert, der ihn zu dieser Gastgeberrolle überzeugt hatte. „Und ich habe sofort gerne zugesagt“, versicherte Jean Martsekis glaubhaft. Nach seinen Angaben sollen lediglich rund 40 nicht-deutsche Muttersprachler aus Griechenland in Burgdorf ansässig sein. Diese überraschend geringe Zahl steht allerdings im krassen Gegensatz zu den hiesigen, insgesamt fünf beliebten griechischen Gastronomien, die ihre deutschen Gäste immer wieder mit mediterranen Spezialitäten verwöhnen. Aber auch zu den zahlreichen Besuchern des „griechischen“ Ostermontags in der KulturWerkStadt. Denn Ostern feiert man in diesem Jahr zwischen Thessaloniki und Kreta erst eine Woche später. Kostproben kulinarischer Leckerbissen, die seit der Antike eng mit der Entwicklung des gesamten Kulturraums in der östlichen Mittelmeerhemisphäre verknüpft sind, waren vom Burgdorfer Restaurant „Athen“ geliefert worden. Kleine variantenreiche Gerichte zu Ouzo, Metaxa und Wein wie Baklava, Koulourkia oder Tiropita waren schon damals die klassischen Begleiter des Speiseplans, von denen reichlich „genascht“ werden durfte.
Loukas Lymberopoulos war auf Einladung der Deutsch-Griechischen Gesellschaft Hannover zum Aktionstag in die KulturWerkStadt gekommen. In Wort und Bild brachte er seinem Publikum die zivilisatorischen Leistungen des Antiken Griechenlands auf den Gebieten der Architektur, z.B. Parthenon und Akropolis, der Geschichtsschreibung, der Naturwissenschaften sowie der Philosophie näher. Gerade deshalb muss das derzeit (finanz-)angeschlagene Mitglied der Europäischen Union mit seinen kulturellen Schätzen weiter als die „Wiege Europas“ respektiert werden.