Kreisparteitag Hannover-Land: CDU will Niedersachsen nach vorne bringen

Auf dem CDU-Kreisparteitag in Burgdorf freuten sich Dr. Hendrik Hoppenstedt (ob;l.), der CDU-Fraktionsvorsitzende in der Region Hannover, Bernward Schlossarek (Lehrte) und Dr. Maria Flachsbarth (MdB; v.l.) ebenso auf den Auftritt von Dr. Bernd Althusmann (r.) wie die übrigen Parteimitglieder im StadtHaus Burgdorf. (Foto: Georg Bosse)
 
Am Ende seiner CDU-Kreisparteitagsrede gab es für Dr. Bernd Althusmann einen bunten Frühlingsstrauß von Dr. Hendrik Hoppenstedt (v.l.). (Foto: Georg Bosse)
Burgdorf: VAZ StadtHaus |

Ein Beitrag von Georg Bosse - Spitzenkandidat Bernd Althusmann begeisterte Parteifreunde im StadtHaus Burgdorf

BURGDORF/ALTKREIS (gb). Die Stadt Burgdorf und ihre Christdemokraten um Mirko Zschoch und Barthold Plaß waren am vergangenen Samstag räumlicher Gastgeber des Kreisparteitages 2017 des CDU-Kreisverbands Hannover-Land. Nach der Begrüßung und dem Gedenken an verstorbene Parteimitglieder, eröffnete St. Nikolaus-Diakon Hartmut Berkowsky die nachfolgenden Wortbeiträge im Saal des Veranstaltungszentrum „StadtHaus“ mit einem Geistlichen Wort.
Für seinen Bericht trat der CDU-Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Dr. Hendrik Hoppenstedtaus Burgwedel ans Mikrofon. Mit Blick auf die ersten 100 Tage könne die Große Koalition im Niedersächsischen Landtag als „tragfähiges Fundament“ bezeichnet werden, so Hoppenstedt.
Zum Thema „Klinikum“ sagte der Politiker: „Die Handschrift der CDU hat dafür gesorgt, dass eine dezentrale, wohnortnahe und stationäre Krankenversorgung in Lehrte und Großburgwedel erhalten wurde“.
Die Gebührenstruktur des Zweckverbandes Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) komme den Kunden in der Stadt Hannover und im Umland alles andere als einfach und sauber vor. „Beim Abfall müssen wir uns ehrlich machen und die schmerzliche Erhöhung erst einmal akzeptieren, weil andere Einnahmequellen gesunken sind. Die Gebührensatzung ist fragwürdig und zwingt uns Einsparpotenziale zu prüfen, um Kosten bei aha zu senken“, erklärte Hendrik Hoppenstedt dazu.
Im Lichte der bevorstehenden Wahlen im Bund und in drei Ländern empfahl Hoppenstedt „die Dinge vom Ende her zu denken“, und: „Eine schwache SPD kann der CDU beim gleichzeitigen Erstarken der Ränder auch nicht recht sein.“
Die Dinge vom Ende her denken und „Niedersachsen nach vorne bringen“? Wenn es nach dem CDU-Landesvorsitzenden und Spitzenkandidaten zur Wahl des 18. Niedersächsischen Landtags (14. Januar 2018), Dr. Bernd Althusmann (Lüneburg), geht, sollte das gelingen. In der von den gut 300 Parteimitgliedern mit Spannung erwarteten Rede ihres Stephan Weil-Herausforderers zeigte Bernd Althusmann von Anfang an klare Kante.
„Wir sind mit dem politischen Mitbewerbern nicht im Krieg, aber es wird langsam Zeit mit dem Wahlkampf loszulegen. Und mir ist es gegenüber Land und Leuten eine Ehre und eine Verpflichtung die über 60.000 niedersächsischen Christdemokraten/innen in den Bundeswahlkampf zu führen.“
Spontaner Beifall brandete auf, als der 51-Jährige die Anfeindungen aus dem Nato-Partnerland Türkei, in der Bundesrepublik herrschten Nazi-Methoden, als Grenzüberschreitung brandmarkte. „Wir brauchen ein klares Einwanderungsgesetz und ein neues Staatsangehörigkeitsrecht. Denn das der Doppelpass die Integration fördere ist ein Mythos. Darüber hinaus haben wir auch einen Schutzauftrag für die hier gut integrierten deutsch/türkischen Mitbürger/innen“, erklärte Althusmann.
Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) warf er vor, während der Anfänge beim „Diesel-Gate“ des Wolfsburger Volkswagen-Konzerns eher als der „verlängerte Arm der VW-Werkbank“ reagiert zu haben: „VW ist der größte und wichtigste Arbeitgeber in Niedersachsen. Im Sinne der Mitarbeiter/innen und ihren Familien muss es gelingen, einen Neuanfang zu starten.“
Zweitwichtigster Arbeitgeber im Agrar- und Flächenland Niedersachsen ist die Landwirtschaft. Um die Leistungen der rund 37.500 bäuerlichen Familienbetriebe zu würdigen und zu stärken, müsse die „politische Auseinandersetzung dazu endlich aufgenommen werden“, betonte Bernd Althusmann.
Außerdem versprach Althusmann im Falle eines CDU-Wahlsieges am 14. Januar 2018 für Sicherheit und Ordnung in Niedersachsen zu sorgen.