Kreisel-Rampe bereitet Schmerzen

Mit Andreas Kühnemund, Karin Buchholz, Monika Krumbein, Susanne Meier (v.r.) und weiteren Teilnehmern war die Lebenshilfe Burgdorf/Peine recht zahlreich an der 18. Gesprächsrunde zur „Situation der Menschen mit Handicap in Burgdorf“ beteiligt. (Foto: Georg Bosse)

Für Menschen mit Handicap bleibt in Burgdorf noch viel zu tun

BURGDORF (gb). „Wir wollen die Situation für Menschen mit Behinderungen in der Stadt verbessern. Aber nur schöne Worte reichen nicht aus. Wir sind händeringend auf ihre Alltagserfahrungen angewiesen“, sagte Bürgermeister Alfred Baxmann zu den Teilnehmern der bereits 18. Gesprächsrunde „Situation der Menschen mit Handicap in Burgdorf“.
Und Anregungen kamen aus dem Kreis der Vertreter der örtlichen Wohlfahrtsverbände, der Selbsthilfegruppen, des Seniorenrats und der Lebenshilfe mal wieder viele. Linken-Ratsherr Michael Fleischmann plädierte beispielsweise für eine Marktstraßen-Fußgängerzone: „Nur eine hohe Aufenthaltsqualität in der Innenstadt ist ein Konkurrent für den online-Handel.“ Das Tiefbauamt-Team um Rainer Herbst sei gerade damit beschäftigt, ein Konzept zu besseren und sichereren Querungsmöglichkeiten in der Marktstraße zu erarbeiten, lautete die Entgegnung von Baxmann. Energisch trat der Bürgermeister auch den geäußerten Ängsten vor einer Reduzierung von Sporthallenzeiten entgegen.
Große Probleme für Rettungswagen bereite die Rampe am (Hochbrücke-)Kreisel, merkte Burgdorfs DRK-Chef Gero von Oettingen an. Und sogar von „Schmerzen bei chronisch Kranken“ beim Überfahren der Rampe mit Auto oder Bus war die Rede. „Dafür ist keine Ideallösung in Sicht“, kam von Rainer Herbst bedauernd zurück.
Nicht nur im Hinblick auf das 25-jährige Jubiläum des Burgdorfer Selbsthilfetags im kommenden Jahr prangerte die Leiterin des „Montag-Treffs“, Irmgard Wrensch, die zurückliegenden großen Schwierigkeiten an, den Besuchern geöffnete Toiletten anbieten zu können. Seniorenratsvorsitzender Wolf Büttner betonte die Schnittmengen zwischen behinderten Senioren und der Lebenshilfe. Für die Lebenshilfe, das Heilpädagogische Zentrum (HPZ) und die Schule am Wasserwerk ist die gemeinsame Parkplatzsituation höchst angespannt. Kleinere, bezahlbare und behindertengerechte Wohnungen seien in Burgdorf nur schwer zu bekommen, erklärte Susanne Meier von der ABW Lebenshilfe. „Die Nachfrage nach sozialem Wohnungsbau ist enorm gestiegen“, bestätigte Alfred Baxmann.
Fazit: Für die „Situation der Menschen mit Handicap in Burgdorf“ bleibt noch eine Menge zu tun.